Weihnachtssingen auf offener Straße

Und die Sonne hat sogar dazu gelacht. Weil Weihnachtskonzerte und gemeinsames Adventssingen wegen der Pandemie-Auflagen im Dezember nicht möglich waren, sind musikerprobte Veedelsbewohner am 4. Adventssonntag kurz entschlossen durch unsere Straßen gezogen, um so vor allem älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Liedbeiträgen und kleinen Geschenken vor ihren Häusern Corona konform eine besondere Festtagsvorfreude zu bereiten. 

Sie zogen vor Wohnblocks, auf Plätze, Straßenkreuzungen, packten dort ihre Instrumente samt Verstärkern aus und schon lockte ein fröhliches „Merry Christmas“ die Anlieger an ihre Fenster. Die Begeisterung war groß, die Überraschung gelungen. „Der Applaus, der von den Balkonen und Fenstern schallte, hat uns richtig eine Gänsehaut bereitet“, erzählt Ulrike Neuss, eine der Initiatorinnen.

„Musikalische Adventsreise“ nannten Conny Wiese-Robrecht, Martin Kuenen, Paul Link und zahlreiche weitere Notenkünstler ihr spontanes Projekt am 20. Dezember mit Gesang, kleinen Gedichten und freundlichen Gaben. „Wir wollten mit unseren singenden Kleingruppen und Duetten ganz bewusst ein Signal in unser Veedel aussenden, dass auch in diesen schwierigen Zeiten niemand vergessen wird“, lautete die gemeinsame Idee. Mit dabei waren auch Sängerinnen und Sänger des Vokalensembles VOICES, zusätzlich begleitet u.a. von Maria Zens und ihrer Freundin Beatrix. Zu hören und zu sehen waren ebenso Meggi Arnoldy, Sabine Dziallas, Kerstin Tenk und Maria Vollmer sowie Martin Link und Chorleiter Yeow Hoay.

Sie alle wirkten zusammen unter dem Leitgedanken: Gerade in diesen außergewöhnlichen Zeiten ist es wichtig, Freude mit anderen zu teilen. Schauen wir trotz allem zuversichtlich auf das neue Jahr und die vielen kleinen schönen Dinge, die das Leben uns jeden Tag aufs Neue schenkt. Einen schönen Zusatzeffekt hatte die Aktion auch noch:Manche Bürger öffneten spontan ihre Geldbörse und bedankten sich mit einer Spende, die jetzt dem Straßenkinderprojekt in Amigo Doumé zugutekommt. Hier fördern die Amigonianer die schulische und beruflicher Bildung von Kindern und Jugendlichen, die sonst auf der Straße leben müssten.

Auch die Dorfgemeinschaft und die Frauengemeinschaft KFD haben „Christmas Carol“ gern aktiv unterstützt. Ob es im kommenden Jahr eine Wiederholung geben kann? Viele Bürgerinnen und Bürger haben jedenfalls begeistert nachgefragt. 

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