Rondorf Nordwest: Stadtrat gibt grünes Licht für Verkehrsplanung

Für den Beginn der Baumaßnahmen Rondorf Nordwest hat der Rat der Stadt Köln auf seiner Sitzung vom 26. März einstimmig eine Reihe wichtiger Bedingungen beschlossen und zugleich die Verwaltung mit der weiteren Planung der Entflechtungsstraße beauftragt. Mit seinen Vorgaben trägt er wichtigen Forderungen der Dorfgemeinschaft Rechnung.

So darf der Wohnungsbau nicht erfolgen bevor die gesamte Vorzugsvariante nutzbar ist und die Querung bzw. Linienführung der Stadtbahn über den Bonner Verteiler beschlossen ist. Voraussetzung für einen Baubeginn der Gebäude ist ferner die Einleitung des Genehmigungsverfahrens zum Stadtbahnausbau durch den entsprechen Beschluss des Rates. Mit dem Erstbezug der Wohnungen ist mindestens ein Stadtbahnvorlaufbetrieb mit gleichem Takt und Haltestellen wie bei der geplanten Stadtbahn einzurichten. Die Umsetzung des Stadtbahnbaus erfolgt mit Hochdruck. Außerdem ist die Busanbindung an den Bahnhof Hürth-Kalscheuren zu realisieren. 

Ebenso soll das Gesamtprojekt aus mehreren miteinander gekoppelten Bausteinen bestehen:

a. Planfeststellungsverfahren zur Verlagerung des Galgenbergsees 

b. Bauleitplanverfahren zur Schaffung des Baurechts für den Hochbau 

c. Planfeststellungsverfahren für die Entflechtungsstraße 

d. Planfeststellungsverfahren für die neue Stadtbahnlinie 2 

e. Planungen für die erste KITA, die erste Grundschule und einer weiterführenden 

Schule, perspektivisch die anderen KITAs und Grundschulen 

f. Katalog weiterer Maßnahmen zur örtlichen Verkehrsentlastung, die bereits am 29. Januar 2019 festgelegt wurden

Dabei sind die Teilprojekte Wohnungsbau, Entflechtungsstraße und Stadtbahnlinie besonders eng gekoppelt. Außerdem ist gemäß dem aktuellen Stadtratsbeschluss der für alle Maßnahmen im Rahmen einer Projektsteuerung zu führende Zeit- /Maßnahmenplan dem Verkehrsausschuss und der Bezirksvertretung zeitnah und mit jeder Vorlage vorzulegen. 

Für die Planung der Entflechtungsstraße auf Grundlage der bekannten Vorzugsvariante 4a.2 ist für viele Rondorfer ein Aspekt aus dem jüngsten Beschlusspaket von Bedeutung: Der östliche Abzweig der Vorzugsvariante nach Norden zur Hahnenstraße sollte entfallen und stattdessen der Bau der Hauptachse beschleunigt erfolgen, wobei zeitgleich die Kreuzung Kiesgrubenweg / Bonner Landstraße zu ertüchtigen ist.

Monika Roß-Belkner, die Rondorf im Rat der Stadt Köln vertritt, zeigt sich mit dem Ergebnis der Beratungen zufrieden: „Zunächst ist es gelungen, einen einstimmigen Beschluss zu erzielen. Das ist wichtig und richtig, denn ein solches Projekt braucht eine breite Basis. Weiterhin ist es gelungen, die zentralen Anliegen des Wohngebietes im Sinne der Rondorfer auf den Weg zu bringen: Wohnungsbau, Mobilität und soziale Infrastruktur zu koppeln. Zumal wir auch beschlossen haben, die zahlreich vorliegenden Anregungen aus der Bürgerbeteiligung sowie aus der Bezirksvertretung im Rahmen der weiteren Planungen sorgfältig zu prüfen und zu berücksichtigen.”

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