Leben in Rondorf: Guter Durchschnitt, aber noch Luft nach oben

Rondorf gehört zu jenen 38 Stadtteilen, deren Lebenslage in einer aktuellen Untersuchung im Auftrag der Kölner Stadtverwaltung als „durchschnittlich“ bewertet wird. Bei den Faktoren zur wirtschaftlich-sozialen Situation wie zur Ausstattung mit Wohnungen schneidet unser Veedel im Vergleich eher besser ab. Insgesamt sieht Stadträtin Monika Ross-Belkner aber noch „Luft nach oben“.

Wie lebt es sich in den 86 Kölner Veedeln?  Dazu hat das Kölner Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik jetzt erstmals auf mehr als 369 Seiten Daten etwa zu Bildung, Wohnen, Gesundheit, Arbeitsmarkt, Lebensstandard ausgewertet. Die Studie, die der Stadtrat 2017 in Auftrag gegeben hat, benotet 32 Wohnbezirke mit „gut“ und „sehr gut“. Rondorf ist demgegenüber mit der Mehrheit der Wohnbezirke überwiegend „durchschnittlich“ aufgestellt. Was Kriterien zur sozialen und wirtschaftlichen Lage betrifft wie die Arbeitslosenquote oder den Anteil von Menschen in Grundsicherung, schneidet unser Stadtteil jedoch besser ab. Gleiches gilt u.a. für das Wohnungsangebot: Rondorf übertrifft die durchschnittliche Wohnungsgröße in Köln von 76 Quadratmetern zum Teil deutlich und zählt auch weniger Mehrfamilienhäuser. Die Mietpreisangebote wiederum liegen unter dem städtischen Durchschnitt von 9,03 Euro pro Quadratmeter (Zahlen aus dem Jahr 2017). 

Was weiter auffällt: Die Gruppe der 18 bis 34jährigen ist in der hiesigen Wohnbevölkerung deutlich schwächer vertreten; gleiches gilt für alleinerziehende Haushalte. Dafür sind umgekehrt die Haushalte in Rondorf mit durchschnittlich 2.03 Personen größer als im städtischen Gesamtmaßstab.

Der Kölner Stadtrat will am 6. Mai die Ergebnisse des „Lebenslagenberichts“ und mögliche Konsequenzen diskutieren. Der Datenreport soll Verwaltung und Politik zukünftig als Basis für eine wirkungsvolle, integrierte Sozialplanung und strategische Steuerung dienen.

Stadträtin Monika Ross-Belkner hat für Rondorf bereits zwei zentrale Handlungsschwerpunkte ausgemacht: „Bei der weiteren Entwicklung des Stadtteils müssen wir den überdurchschnittlich hohen und eher noch wachsenden Anteil der Personen über 65 Jahre stärker in den Blick nehmen. Rondorf braucht ein ausreichendes Angebot an altersgerechten und wohnortnahen Angeboten, insbesondere gute Betreuungs- und Versorgungsleistungen“. Zum zweiten wünscht sie sich eine größere Berücksichtigung der Interessen von Jugendlichen und jungen Familien. „Rondorf wächst in den kommenden Jahren immer weiter. Hierfür sind gute Bildungs-, Freizeit- und Sportangebote wesentliche Bedingungen, um eine hohe Lebensqualität sicherzustellen“.   

Weitere Informationen finden Sie hier auf den Seiten der Stadt Köln.

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