Lesepaten gesucht: Lern-Spaß durch Lese-Spaß

Wollen Sie gern Kindern die Freude am Lesen vermitteln? Ehrenamtliche Lesepatinnen und -paten können sich jetzt melden, um einmal in der Woche für eine Stunde mit einer Gruppe von maximal fünf Kindern den Spaß an Büchern zu entdecken.

Initiator der Aktion ist der Sozialdienst katholischer Männer SKM Köln. Die Treffen können zum Beispiel in der neuen modernen Bücherei der Pfarrei Heilige Drei Könige in der Hahnenstraße stattfinden. Der SKM Köln ist seit vielen Jahren Träger verschiedener Einrichtungen für Kinder und Jugendliche. 

Kontakt: buecherei@heilige-drei-koenige.de oder michael.zeihen@skm-koeln.de, Tel. 0221/ 2074 344

Auch die Grundschule Anne Frank sucht Lesepaten, die einmal in der Woche für 45 Minuten mit einem Kind Buchstaben, Wörter, Bücher oder kleine Texte gemeinsam lesen. Erstes Informationstreffen: Montag, 2. März, 12:00 Uhr in der Aula der Schule. 

Kontakt:judith.schaefer@anne-frank-gs.de

Wau, hier werden Hunde zum Star

Ein Leben ohne Hunde ist für ihn nicht mehr vorstellbar. So hat sich der „Papagraf“ mit Sitz in Rondorf in ganz Deutschland einen Namen gemacht für ausdrucksstarke Hundefotografie. Ihm gelingt es, den individuellen Charakter jedes treuen Vierbeiners so gekonnt in den Blick seiner Aufnahmen zu rücken, dass der stolze Besitzer anschließend denkt: „Wau, genau das isser!“. Demnächst erscheint sogar ein Bildband, in dem Hunde aller 86 Kölner Veedel aus ihrer Perspektive Geschichten ihrer Stadt erzählen.

„Die Sprache dieser Tiere ist einmalig. Ihre kleinen Eigenheiten und ihre Lebensfreude optisch einzufangen, ist immer wieder spannend. Denn niemand weiß genau, was der kleine Freund auf vier Pfoten in dieser Aufnahmesituation macht. Nichts kann man planen. Aber mit kleinen Tricks gelingt es eigentlich immer. Und das ist es, was den Reiz an der Hundefotografie ausmacht“, erzählt Michael. Für den 30jährigen Kaufmann und Profifotografen sind es oft die kleinen Besonderheiten seines Modells, die zu einmaligen unvergesslichen Momenten führen. „Egal, ob es der kleine Sturkopf oder vielleicht die ängstliche Diva ist – jedes Tier ist einzigartig und verdient eine einzigartige Fotografie“, so lautet sein Motto. Deshalb arbeitet er nach der Devise: Du hast Deinen Fellfreund und möchtest wertvolle Erinnerungen, wir haben die Ausrüstung, das nötige Know How und Feingefühl!

Mit dem Ablichten von seinen Sittichen und Papageien hat es angefangen. Als er vor elf Jahren beschloss, Hunde zu seinem Lebensthema zu machen, war der Name schnell gefunden: Eine Wortsynthese aus Papagei und Fotograf führte zum Firmenlogo „Papagraf“, „denn schon der Name soll ausdrücken, dass hier etwas ganz Besonderes entsteht“. 2013 realisierte Michael als einer der ersten die ungewöhnliche Idee: Hunde in der urbanen Umgebung der Kölner Altstadt wurden in einer eigenen Fotostrecke dargestellt. Seitdem wurden viele Magazine und Sender auf den Mann aus Rondorf aufmerksam.

Jetzt arbeitet der „Papagraf“ an seinem bislang spektakulärsten Werk: Er porträtiert die „VeedelDogs“: Hunde aus allen Kölner Stadtteilen, so bunt gemischt wie die Rheinmetropole selbst, stellen demnächst in einem Buch ihre Stadt vor. Die meisten Bilder und Texte sind bereits fast fertig, Rondorf selbstverständlich voran. 5000 Tierliebhaber haben sich für das Projekt in kurzer Zeit beworben. Es ist eine Liebeserklärung an die offiziell 28.500 Hunde in Köln und ihre Herrchen. Aber auch ein Wink mit der Pfote: „Köln ist nicht die hundefreundlichste Stadt, da könnte sie mehr tun.“

„Und auch der gegenseitige Respekt von Hundebesitzern und solchen ohne Vierbeiner sollte größer sein“, mahnt Michael, der auch einen ganz persönlichen Favoriten hat: Der American Staffordshire Terrier ist sein besonderer Liebling, „denn hat man erst einmal sein Vertrauen gewonnen, ist er in seinem Verhalten einfach großartig und treu!“

Kontakt: Tel.: 0 22 33 60 535 88, E-Mail: info@derpapagraf.koeln

Ein Tag für Afrika

Der Eine-Welt-Kreis der Pfarrei Heilige Drei Könige lädt am Sonntag, 22. März zu einem Afrika-Tag ein mit aktuellen Informationen zum Projekt Amigo Doumé. Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst, anschließend Beisammensein mit Essen und Trinken im Pfarrzentrum.

Das Centre Amigo-Doumé wurde bereits im September 1996 von den Amigoianern (www.amigonianer.org) gegründet . Bis heute wurden dort 500 Jugendliche zwischen 13 und 20 Jahren aufgenommen, darunter auch etliche Straßenkinder und Kriegsflüchtlinge. Viele der Jugendlichen haben ihre Ausbildung beendet und sind erfolgreich in Gesellschaft und Familie integriert.

Zurzeit bietet Amigo Doumé drei Ausbildungsrichtungen an: Schreinerei, Landwirtschaft und Schweißen. Die Ausbildung dauert zwei Jahre. Die Unterbringung erfolgt zum Teil in einem Internat. Nach Beendigung der Ausbildung beginnt der Versuch, die Mädchen und Jungen im Alter von bis zu 20 Jahren in die Arbeitswelt eintreten zu lassen. Für diesen Prozess ist es wichtig, jeden einzelnen von ihnen zu begleiten. Schwierig ist vor allem die Deckung laufender Kosten, für die Spenden dringend erwünscht sind.

Jeweils am ersten Sonntag des Monats verkauft die Eine-Welt-Gruppe vor und nach der 11:00-Uhr-Messe fair gehandelte Produkte wie Kaffee, Tee, Kakao, Honig und mehr, darunter viele Sorten Schokolade und andere Süßigkeiten. Für ihre Aufgaben sucht die Eine-Welt-Gruppe noch personelle Verstärkung. 

Die jährlichen Sternsingergelder, die in Rondorf/Hochkirchen, Meschenich, Godorf und Immendorf gesammelt werden, fließen über das Kindermissionswerk “Die Sternsinger” e.V. regelmäßig  in  dieses Projekt. 

Kölsche Lieder und mehr

Ein ganz besonderes Konzert mit dem Kirchenchor findet am Sonntag, 8. März ab 18:00 Uhr statt: Auf dem Programm stehen diesmal nicht kirchliche Musik, sondern Volkstümliches, Besinnliches wie Stimmungsvolles, deutsche und internationale Schlager sowie echt Kölsches Liedgut. Unterstützt wird der Chor bei seinem Ausflug in die Welt beliebter Evergreens vom Salonduo Moccaccino mit Violine und Klavier (Susanne Schubert und Anja Rick).

Termin: Sonntag, 8. März, 18:00 Uhr, katholisches Pfarrzentrum an der Hahnenstraße. Eintritt frei. Spenden erbeten.

Westerwaldstraße

Mehr Verkehrssicherheit auf der Westerwaldstraße
Die Bezirksvertretung Rodenkirchen hat auf ihrer Sitzung am 17. Februar die Verwaltung beauftragt, die Verkehrssicherheit auf der Westerwaldstraße von der Pastoratsstraße entlang des südlich gelegenen Tennisplatzes und des Spielplatzes bis zur beginnenden Wohnbebauung durch eine Reihe von Maßnahmen zu erhöhen.

Dazu gehören insbesondere eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit durch geeignete Maßnahmen, die Installation einer Straßenbeleuchtung, Befestigung der Randstreifen. Im Abschnitt zwischen Pastorats Straße und Immendorfer Hauptstraße sollen Warnschilder an der städtischen Kita aufgestellt werden. Die Verwaltung wird ersucht, die erbetenen Maßnahmen möglichst schnell durchzuführen und Lösungen anzustreben, die kein zeitaufwendiges Planfeststellungsverfahren benötigen. 

Neue Geräte für Spielplatz Westerwaldstraße
Der Spielplatz an der Westerwaldstraße soll mit neuen Spielgeräten ausgestattet werden. Diesen Auftrag an die Verwaltung hat die Bezirksvertretung Rodenkirchen Mitte Februar beschlossen. Das übliche Beteiligungsverfahren der anliegenden Bewohnerschaft zur Ausgestaltung des Spielplatzes wird in dem Beschluss ausdrücklich begrüßt. Die Dorfgemeinschaft kritisiert die schlechten Bedingungen auf dem Spielplatz schon seit langem. 

SÜDBLICK-Leser schreiben

Live vom Rosenmontagszug in Rondorf
Eine Dame stand am späteren Nachmittag am Straßenrand  in Höhe der „Alten Post“ und fragte mich beim Rückmarsch: „Wie war der Zoch?“ Ich sagte erstaunt: „Haben Sie nicht geschaut?“ Sie sagte: „Doch, ävvrr gesiehn han ich nix, ich wor de janze Zick am Kamelle-Bücke!“.

Anm.d.R.: Gut, dass wir die Dame mit unserer Fotogalerie unterstützen können 🙂

Grünes Rondorf
Warum müssen in den Vorgärten die ganze Nacht Lampen brennen? Es stört die nachtaktiven Tiere, abgesehen von einer völlig sinnlosen Geld- und Energieverschwendung. Von den vielen tausend Insekten, die an einer solchen Lampe verenden, ganz abgesehen.

Gestern live erlebt:

Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die ihren Vorgarten einem Friedhof angleichen; nur Steine! Nur totes Material, was zudem in unseren künftigen heißen Sommern kräftig die Temperaturen anheizt! Könnte man nicht mal einen kleinen Wettbewerb veranstalten: unser Dorf soll schöner werden? Es gibt so viele schöne Frühlingsblumen….

Immer wieder sehe ich geparkte Autos auch vor Rettungsgassen, also die kleinen Fußwege zu den Häusern, die in einem “Innenhof” liegen. Ich finde das sehr egoistisch.

Ich habe viele Walnussbaumsetzlinge, die ich gerne abgeben würde, um ein grüneres Rondorf zu gestalten. Sie müssten bald aus meinem Garten raus, sonst werden die Wurzeln zu gewaltig. Man bedenke, dass unter einem Walnussbaum kein Ungeziefer herumfliegt.

Dorothea Roß
Anm.d.R.: Interessenten wenden sich gern an: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln

Sie haben eine Meinung? Sie möchten sich Luft verschaffen, Lob äußern oder zu Themen Stellung beziehen? Schreiben Sie uns.

Die uns übermittelten Zuschriften sind ausschließlich Meinungen unserer Bürgerinnen und Bürger. Sie entsprechen daher nicht immer der Meinung und Haltung der Dorfgemeinschaft oder ihrer Vertreter. Wir behalten uns stets Kürzungen vor.

Kalender

Termine im März 2020

Mit der Bürgerinformation der Stadt Köln zum Verkehrskonzept für Rondorf Nordwest und dem Frühjahrsempfang der Dorfgemeinschaft mit Umweltministerin Ursula Heinen-Esser zum Klimawandel bietet der Monat März gleich zwei Top-Themen, die jeden interessieren sollten. Weitere Termine hier

Montag, 2. März, 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr Informationsveranstaltung der Stadt Köln in der Turnhalle der Anne-Frank-Schule, Adlerstraße 13 zur geplanten Entflechtungsstraße. Alle Bürger sind eingeladen.

Dienstag, 3. März, 18:30 Uhr, Katholische Öffentliche Bücherei Hahnenstraße, Autorenlesung mit Andera Gardeib: „Die Zukunft ist menschlich“. Plädoyer für einen intelligenten Umgang mit dem digitalen Wandel in unserer Gesellschaft. 

Sonntag, 8. März, 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr, Flohmarkt mit Cafeteria für Kinderkleidung und -Fahrzeuge, Spielsachen, Schwangerschaftsmode. Köln Kitas, Adlerstraße 18. Ein Standplatz kann bis zum 5. März reserviert werden: adlerstrasse-flohmarkt@gmx.de

Sonntag, 8. März, 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr Trödelmarkt in Immendorf. Godorfer Straße 29Der Förderverein der Grundschule bietet alles rund ums Kind: Kleidung, Spiele, Bücher. Außerdem Cafeteria. Verkaufsinteressenten können sich bis zum 29.02.2020 melden unter flohmarkt.immendorf@gmx.de. Der Erlös dient dem Fortbestand des St. Martinszuges in Immendorf. 

Sonntag, 8. März, 18:00 Uhr, der Kirchenchor lädt ein zu einem Abend mit volkstümlichem und stimmungsvollem Gesang. Mit dabei: Das Salonduo Moccaccino.

Ort: Katholisches Pfarrzentrum an der Hahnenstraße. Eintritt frei. Spenden erbeten.

Donnerstag, 19. März, 18:00 Uhr, Klassenvorspiel Flöte und Klavier in der Musikschule Papageno im Evangelischen Gemeindezentrum, Carl-Jatho-Straße. Es musizieren Schüler der Klassen von Ulrike Witt und Philip Scharnberg

Freitag, 20. März, ab 15:00 Uhr, Eröffnung der neuen Jugendhütte mit Sport- und Kunstangeboten auf dem Gelände an der Talstraße. Die Dorfgemeinschaft unterstützt den Start der Jugendhütte mit einer Spende.

Samstag, 21. März, 17:00 Uhr Kulturatelier Link, Rondorfer Hauptstraße 45, Tag der Astrologie mit „Sternenwelten“. Die Künstlerin und Therapeutin Anita Ferraris gibt in einem kurzweiligen Vortrag einen Einblick in das astrologische Grundwissen.

Samstag, 21. März, 11:00 Uhr St. George‘s School, Husarenstraße, Frühjahrsempfang der Dorfgemeinschaft mit NRW-Umweltministerin Ursula Heinen-Esser. Thema: Stadt im Klimawandel. Anschließend get together. Eintritt frei.

Sonntag, 22. März Afrikatag des Eine-Welt-Kreis der Pfarrei Heilige Drei Könige mit aktuellen Informationen zum Projekt Amigo Doumé. Nach dem Gottesdienst Beisammensein im Pfarrzentrum.

Mittwoch, 25. März, Jahresversammlung des SC Rondorf, Grundschule Anne Frank.

Drei strahlende Sterne für unseren Veedelszooch

Sie lieben Rondorf mit Leib und Seele – und sind in diesen Wochen sicher die drei fröhlichsten Menschen im ganzen Kölner Süden: Unser Rodenkirchener Dreigestirn, das in dieser Session von der Rondorfer KG „Löstige Öhs“ gestellt wird. Mitten im närrischen Treiben hatten Prinz Stephan I, Bauer Lutz und Jungfrau Chrissi dennoch Zeit für wichtige Fragen des SÜDBLICK. Was ist für sie das Besondere, bei unserem Veedelszoch am 24. Februar den krönenden Abschluss zu bilden? Worauf freuen sie sich am meisten? Und warum schlägt ihr Herz so laut für unseren Stadtteil?

Alle Fragen und Antworten hier

SÜDBLICK: Was ist für Dich das Besondere am kommenden Veedelszoch von Hochkirchen nach Rondorf?

Prinz Stephan I, Stephan Albrech: Vor vielen Jahren durfte ich bereits mehrfach in der Fußgruppe der „Kölnische Karnevalsgesellschaft von 1945 e.V.“ im Kölner Rosenmontagszug mitgehen. Es war schön und berauschend. Heute weiß ich, dass etwas fehlte, denn seit einigen Jahren kann ich gemeinsam mit meiner Frau auf einem Festwagen als „Rondorfer Pirat“ aktiv am Rondorfer Rosenmontagszug teilnehmen. He sin mer zesamme met unsere Fründe „Kölsche Jecke für joode Zwecke“ ungerwäs, un am Zochwääch stonn Minsche die mer kennt, ävver och Minsche, die mer nit kennt; ävver all wolle se Strüßjer un Kamelle, einfach toll. Diesmal wird es bestimmt ein unbeschreibliches Gefühl für mich sein. Zunächst gehen bzw. fahren alle Zugteilnehmer an uns „Drei“ vorbei, bevor wir uns als letzter Wagen im Zug auf unseren Weg, vorbei an den ganzen Jecken machen. Besonders freue ich mich, dass meine Familie auf einem eigenen Wagen ebenfalls im Zug mitfahren darf.

Bauer Lutz Schmiedel: Das ganze Dorf ist auf den Beinen und man sieht viele bekannte Gesichter am Zugweg. Vom Festwagen aus hat man einen tollen Blick auch in die hinteren Reihen, wo oft Mütter mit kleinen Kindern stehen oder Benachteiligte in ihren Rollstühlen sitzen, denen man dann gezielt Kamelle und Strüßjer zuwerfen kann. Gerade diese Menschen bedanken sich mit einem freundlichen Lachen, Zuwinken oder lautem “Danke”.

Jungfrau Christian Buchmüller: Ich nehme schon seit einigen Jahren auf dem Festwagen der Löstige Öhs aktiv am Rondorfer Zoch teil. Mir gibt das eine unbezahlbare Genugtuung, wenn ich mit Kamelle und Strüßjer den Jecken – insbesondere den Pänz – im Straßenkarneval eine Freude bereiten kann. Dieses Gefühl wird sich dann sicherlich als Teil des Dreigestirns am 24. Februar noch einmal potenzieren, worauf ich mich besonders freue. 

SÜDBLICK: Wie kommen Sie mit den vielen terminlichen Verpflichtungen zurecht? 

Prinz Stephan I, im Hauptberuf Vorstandsvorsitzender in der Vermögensverwaltung: Zunächst musste im Unternehmen alles darauf vorbereitet werden, dass ich die Aufgabe als Prinz wahrnehmen kann, ohne dass der Betriebsablauf darunter leidet. Die Unterstützung meines Vorhabens durch meinen Vorstandskollegen und unser Team macht mich schon mächtig stolz. In der Zeit von der Proklamation bis Aschermittwoch kann und darf ich mich voll auf die Aufgabe als Prinz im Dreigestirn konzentrieren. Meine Terminplanung hat sich bereits seit einigen Monaten geändert. Private Termine wurden und werden bis Neujahr nur unter Vorbehalt zugesagt, denn es könnte sich ein karnevalistischer Termin dazwischenschieben. Von Januar bis Aschermittwoch werden keine privaten Termine zugesagt. In die Zeit der letzten zwei bis drei Wochen vor Karneval werden die meisten Termine fallen.

Bauer Lutz, im Hauptberuf als NRW-Polizeibeamter im Führungsstab für die Technik bei Großeinsätzen zuständig: In den ersten Wochen waren die Termine meistens so gelegt, dass wir zwischendurch noch unseren beruflichen Pflichten nachkommen konnten. Ab einem bestimmten Datum haben wir dann aber alle Urlaub, um uns voll und ganz dem jecken Treiben widmen zu können.

Jungfrau Christian, im normalen Leben Sprecher im NRW-Finanzministerium: Die „heiße Phase“ im Ornat ging unmittelbar nach unserer Proklamation am 11. Januar los. Insgesamt erreichen wir wohl Auftritte im dreistelligen Bereich, zum Beispiel bei diversen Sitzungen, Veranstaltungen, aber auch besonders wichtig sind uns Kindergärten, Schulen, Altenheime und Krankenhäuser. Ein strammes Programm, aber wir brennen für den Karneval im Kölner Süden, weshalb die Vorfreude schon jetzt riesengroß ist.

SÜDBLICK: Was ist Euer größter Wunsch?

Bauer Lutz: Ich wünsche mir, dass unser ganzes Team fit bleibt und wir keine gesundheitlichen Ausfälle beklagen müssen. Mein größter Wunsch ist jedoch, dass all die Jecken und wir zusammen die 5. Jahreszeit genießen; wir möchten in den Sälen und Kneipen, in Kindertagesstätten und Schulen, in Krankenhäusern und Seniorenheimen, auf den Straßen und überall dort, wo der Fasteleer friedlich, fröhlich, ausgelassen und weltoffen gefeiert wird, den Menschen schöne Momente bereiten, die ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern und sie die Sorgen des Alltags vergessen lassen.

Prinz Stephan I: Ich freue mich auf eine „wahnsinnige Session“ mit allen Jecken, die Spaß am Fastelovend fiere haben.

SÜDBLICK: Und was verbindet Euch am meisten mit Rondorf?

Prinz Stephan I: Ich bin vor knapp 20 Jahren nach Rondorf gekommen und darf sagen, dass ich hier mit meiner Frau eine neue Heimat gefunden habe. Trotz der starken Veränderungen in dieser Zeit hat sich in Rondorf eine gewisse ländliche Idylle immer noch gehalten. Wir wissen die gute Nachbarschaft sehr zu schätzen und freuen uns, hier einen tollen Freundeskreis gefunden zu haben. Von den „Öhs“ über die „Schwatze Köpp“, von der „Dorfgemeinschaft“ über den „SC Rondorf“ bis zu den „Posträubern“ und den „FC Fründe“, um nur einige zu nennen; Rondorf hat so viel zu bieten und es macht einfach Spaß, ein Bewohner dieses tollen Vororts von Köln zu sein.

Bauer Lutz: Ich wohne jetzt seit 30 Jahren in Rondorf und war eigentlich immer ein Karnevalsjeck. Mit meiner Frau, einem Mädchen aus der Südstadt, haben wir besonders in den Jahren, als noch in den Sälen des “Haus Füssenich” und der Gaststätte “Treffpunkt” Karnevalssitzungen und -partys stattfanden, viel und ausgelassen den Fasteleer gefeiert. Bei den Öhs bin ich jetzt seit 2012 und habe dort dann auch den organisierten Karneval kennengelernt. Seit 2015 bin ich deren Geschäftsführer.

Jungfrau Christian: An erster Stelle bedeutet Rondorf für mich „Familie“. Mein Schwiegervater wohnt genauso im Dorf wie zahlreiche weitere Verwandte der Familie meiner Frau. Hinzu kommen die Öhs, die mir eine karnevalistische Heimat gegeben und den Traum vom Dreigestirn ermöglicht haben. Deswegen bin ich immer gerne in Rondorf, zukünftig hoffentlich auch als dauerhafter Wohnsitz, momentan wohne ich mit meiner Frau noch in Ehrenfeld.

SÜDBLICK: Ganz Rondorf, Hochkirchen, Höningen drückt Euch dreien die Daumen für einen traumhaften Abschluss der Session!! Kölle Alaaf! 

Kommt mit auf unserem schönen Veedelszoch

Mit insgesamt 24 Gruppen, darunter sechs Musikformationen, wird der diesjährige Veedelszoch einer der bisher größten. Der Start ist um 14.30 Uhr in Hochkirchen. Von dort zieht die bunte Parade bis zum großen Finale in Rondorf. Einer der Höhepunkte ist der Festwagen mit dem Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen, das in dieser Session von den „Löstige Öhs“ gestellt wird. Erstmals dabei: Eine närrische Abordnung der Dorfgemeinschaft.

Der Zuckerberg ist einmal mehr karnevalistische Hochburg: Alle zwei Jahre stellt sich hier der Rosenmontagszug auf. In diesem Jahr sogar außer der Reihe, dem Dreigestirn zu Ehren. Aufmarsch der Konfettiparade, das ist eine ehrenvolle Aufgabe, die von den Anwohnern mit viel Freude und Begeisterung wahrgenommen wird. Kölsch oder frisch gekochte Äzzesupp stehen bereit, bevor es los geht. Der Zoch ist am Zuckerberg nicht mehr wegzudenken, hier können die Pänz noch ohne zu dichtes Gedränge Veedelskarneval in seiner Urform erleben. Mehr noch: Gleich sechs Mitglieder der ortsansässigen Karnevalsgesellschaft KG der Reiter wohnen mit ihren Familien am Zuckerberg. Zwei von Ihnen haben sogar schon einmal als Mitglieder im Dreigestirn der Altgemeinde Rodenkirchen den Frohsinn viele Wochen lang durch den Kölner Süden verbreitet. „Et hätz schleiht em Veedel“, das diesjährige Motto des Festkomitees Kölner Karnevals leben der Zuckerberg und seine Bewohner in Köln- Hochkirchen schon immer vor. Das ganze Jahr über. 

Ausgelassene Stimmung auch bei der Dorfgemeinschaft: Erstmals marschiert am 24. Februar eine eigene Fußgruppe samt Traktor und großem Bagagewagen mit unter dem Motto „Rondorf Nord-West- Dat Veedel dat fählt kütt?“. Unschwer zu erraten, dass damit die immer hitzigere Debatte um das Neubaugebiet Rondorf Nordwest aufgespießt werden soll. Zum Motiv des Wagens, der gerade im Aufbau ist, ist bereits so viel durchgesickert: Ein großer Kompass zeigt geheimnisvoll nach Nordwest. In Begleitung eine entschlossene Truppe in Blaumännern und Gelbwesten. Sind das schon die ersten Bauarbeiter? Dieses Geheimnis wird erst am Rosenmontag gelüftet. Seien Sie dabei! Noch allerdings liegt vor dem Kreativteam momentan viel Arbeit bei den närrischen Vorbereitungen. Wer hilft mit beim Aufbau? Wer ist bereit, am 24. Februar als Radengel mitzugehen? Wer will in entsprechender Kostümierung den „Bautrupp der Dorfgemeinschaft“ verstärken? Wenn Ihr mitmachen wollt, freuen wir uns über eine kurze Rückmeldung per E-Mail oder hier: Anmeldung Karnevalszug

Stimmungsband feiert mit uns in Rondorf

Eine der besten Kölner Partybands kommt am Freitag, 21. Februar nach Rondorf: Die Krageknöpp, bereits 1974 von Rock- und Beat-Musikern gegründet. Mit ihren Songs vom Leben und den Menschen in Köln bringen sie Spaß, Stimmung, Lachen in jeden Saal. 

Am Freitag, 21. Februar sind die Krageknöpp von 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr bei uns in der “Alten Post” zu einem kostenlosen Veedelskonzert unter dem Motto: Wir wollen jeden erreichen, der Spaß an kölscher Musik hat und seinen Spaß an der Freude da feiern will, wo das Kölsche Hätz zuhause ist: em Veedel. Ziel der Musiker ist es, noch mehr Leute für kölsche Musik zu begeistern und mehr Menschen die Möglichkeit zu geben, ein kölsches Konzert zu besuchen. Der Eintritt ist frei. Der Hut geht herum zu Gunsten der Jecke Öhrcher KG von 2014 e.V., einer Gesellschaft, die gemeinsame karnevalistische Aktivitäten von Menschen mit und ohne Hörschädigung durchführt. Ort: Zur Alten Post, Rondorfer Hauptstr.22, Beginn: 18:00 Uhr

Foto: Krageknöpp