Am Höfchen: Bürger sorgen sich wegen Baustellenzufahrt

Ein Fall für Schilda?  Bürger der Straße „Am Höfchen“ hatten die Stadtverwaltung höflich gebeten, ihre Straße nicht nur wie bisher am unteren Ende, sondern auch am Beginn mit dem Schild „Anliegerstraße“ zu versehen. Die Stadtverwaltung reagierte  gründlich… und will jetzt das einzige Schild „Anlieger frei“ auch noch entfernen. Begründung: Es sei gar nicht kontrollierbar, wer ein Anliegen habe und wer nicht. Mit diesem Argument müssten allerdings überall in Köln die „Anlieger“-Schilder verschwinden. Jetzt sorgen sich Bürger „Am Höfchen“, ihre Straße könne dann zur Zufahrt in das geplante Neubaugebiet Rondorf Nordwest werden.

Eigentlich hatten engagierte Bürger nur freundlich gebeten, die Beschilderung der Straße „Am Höfchen“ sinnvoll zu ergänzen und auch am oberen Ende die Anliegereigenschaft zu markieren. Denn bisher gab es ein solches Schild nur für die Verkehrsteilnehmer aus der Rodenkirchener Straße kommend. Aber statt die Beschilderung wie erbeten zu komplettieren, um den Anliegerstatus der Straße von beiden Richtungen deutlich zu machen, halten es  die Verantwortlichen überraschend für richtig , demnächst  auch das einzige Verkehrszeichen „VZ 260 mit dem Zusatz „Anlieger frei“ ersatzlos zu entfernen“ wie man erstaunten Bürgern förmlich mitgeteilt hat.

Dann wäre die Zufahrt „Am Höfchen“ aus der Rodenkirchener Straße kommend  für den allgemeinen Verkehr frei – obwohl sich in der Wohnstraße  u.a. ein Hospiz und ein Kindergarten befinden. Die Straße Am Höfchen ist heute eine verkehrsberuhigte Anwohnerstraße mit einer 30 km/h-Zone und Spielstraße. Sie ist zudem erst unlängst als wichtigster Radschnellweg von Rondorf in die Stadt etabliert worden und wird von  Radfahrern täglich umfangreich als Berufs- und Freizeitradweg genutzt. Doch Anwohner befürchten, nach Abbau des Schildes „Anlieger frei“ könnte die Straße künftig ungehindert auch als Zufahrt ins geplante Neubaugebiet Rondorf-Nordwest dienen. Schon jetzt nutzen immer mehr Autofahrer die Straße „Am Höfchen“ als Schleichweg, indem sie kurzerhand  vom Weißdornweg in eine der Nebenstraßen abbiegen, um so dem Verkehrsandrang auf der Rodenkirchener Straße zu entgehen. Oder ist das städtische Vorhaben eher ein „Schildbürgerstreich?“ Wie heißt es doch in der Bürgeranfrage an die Stadtverwaltung: „Es haben sich sicherlich die Stadtentwickler vor 25 Jahren etwas Sinnvolles dabei gedacht, als sie der Straße Am Höfchen den Anliegerstatus widmeten“.

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