Pfarrfest mit großem Programm

Die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren für das Pfarrfest rund um die Kirche Heilige Drei Könige am Samstag, den 07. September 2019 ab 14 Uhr. Eine der besonderen Attraktionen ist das Sternsingermobil. Auf dem Fahrzeug von stattlichen fünf mal acht Metern können Kinder und Ju-gendliche spielerisch Neues und Vertrautes rund um das Thema entdecken. 

Auf die Kinder warten ferner z.B. Wasserschwamm-Laufen, Sackhüpfen, Eierlaufen, Bobby Car-Rennen, Eimer-Werfen. Gesucht werden noch Betreuer. Kontakt: petra.burgartz@t-online.de

Tel.: 0157 / 75 74 62 21 

Im Rahmen des Nachmittags wird auch Gemeindereferent Mattia Zurlo verabschiedet und seine Nachfolgerin Hiltrud Görres vorgestellt, die bisher in Leverkusen gearbeitet hat. Das neue Gemeindezentrum mit Cafeteria zeigt sich in allen Räumen von seiner schönsten Seite. Übrigens: Wer für das Fest einen Kuchen spenden will, kann ihn am Samstagvormittag im Pfarrhaus abgeben. Auch werden noch Helfer gesucht für den Aufbau am Freitag ab 17.00 Uhr und für den Abbau ab Sonntag um 11.00 Uhr.

Termine im September

Am Mittwoch 28. August, beginnt nach den Sommerferien in der Anne-Frank-Schule wieder der Unterricht um 8.10 Uhr und endet um 11.45 Uhr; ebenso am 29.8. und 30.8.

Freitag, 30. August, 18.00 Uhr, Infoabend zum Thema „Hof der Familie – Mehrgenerationenhaus Rondorf“, im Haus der Familie, Reiherstraße 21. Alle Interessenten sind eingeladen, sich über den aktuellen Stand der Planungen zu informieren.

Am 31. August 2019 eröffnet die Rondorfer Yogalehrerin Angelika Wellhausen ihr Studio „Yoga Rondorf“ in der Kapellenstr. 2.
Die ausgebildete, krankenkassenzertifizierte Yogalehrerin unterrichtet seit 2004 in Köln Rondorf.
Das Angebot in ihrem neuen Studio umfasst Kurse und Workshops in Hatha-Yoga nach Sivananda, Yin-Yoga, Hormon-Yoga, Meditation sowie Breathwalk, dem auf Kundaliniyoga beruhenden Yogawalking.
Ebenso wie  Yoga-Coaching, auf den Einzelnen und die jeweilige individuelle Lebenssituation zugeschnittene Beratung aus dem Blickwinkel des Yoga.
Und Beratungen nach den Regeln des Vastu, dem indischen Feng Shui, für Menschen, die sich räumlich und wohnlich verändern wollen.
Yoga Rondorf soll ein Ort der Begegnung und des Miteinanders werden, auch für andere Yogalehrer und Lehrer anderer Bewegungsformen oder Coaches.
Die neuen Kurse starten bereits am 26. August und
am 31. August von 10:00 – 16:00 Uhr feiert Yoga Rondorf Eröffnung.

Kursplan und Workshoptermine finden Sie unter www.somoste.de 
Anfragen sind möglich unter info@somoste.de oder telefonisch unter 02233/984740.

Samstag, 31. August 2019 von 14:00 Uhr bis 22:00 Uhr „Hahnwaldfest“ mit neuem Standort „Im Meisengrund“ (zwischen „Am Neuen Forst“ und dem „Osterriethweg“). Das Nachbarschaftsfest, zu dem alle mit Freunden und Familien eingeladen sind, bietet u.a. Live-Musik („The Rockwoodies“), Kinderprogramm mit Ponyreiten, Kinderschminken & Glitzer Tattoos, Mitmachzirkus, Fußball-Hüpfburg, Tischkicker. Tombola zugunsten von KÖLN BEWEGT e. V.

Auch in diesem Jahr bietet cölncuisine wieder leckere Köstlichkeiten an. 

Samstag, 31. August und Sonntag, 1. September, Tage der offenen Tür in den neu eröffneten TanzArkaden, Rondorfer Hauptstraße 11. Von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr gibt es kostenlose Schnupperstunden. 

Samstag, 31. August, 18.00 Uhr, Feierliche Einführung von Pfarrer Jasson Ramirez Cubillo zum Leitenden Pfarrer der Pfarrei Heilige Drei Könige in Köln-Rondorf durch Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Mitwirkende sind u.a. der Jugendchor St. Stephan.

Montag, 2. September, 16.30 Monatstreffen des VdK-Ortsverbands Rondorf in der Tennishalle, Großrotterweg 1

Dienstag, 3. September, 15.30 Uhr, Bezirksrathaus Rodenkirchen Filmvorführung „Gegen das Vergessen“ – zum Umgang mit Demenzkranken. Thema: David übernimmt für ein paar Wochen die Pflege seiner demenzerkrankten Mutter, um seinen Vater zu entlasten. Nach dem Film haben Sie die Möglichkeit, das Gesehene mit den verschiedenen Akteuren des Demenznetzes zu besprechen, Erfahrungen auszutauschen und sich über die Beratungs- und Hilfsangebote im Stadtbezirk zu informieren. Eintritt frei

Freitag, 6. September Taizé-Abendgebet – Ökumenisch Kirche sein, Heilige Drei Könige, Hahnenstraße. 20.00 Uhr Musik, 20.30 Abendgebet. Singen – Hören – Stille mit Raum zum persönlichen Gebet. Lieder und Gesänge helfen, zur Ruhe zu kommen

Samstag, 7. September , ab 14.00 Uhr, Pfarrfest an der Hahnenstraße für Groß und Klein. 

Sonntag, 8. September, 15.00 Uhr, Chorpicknick am Kalscheurer Weiher.

In lockerer Folge singen die Chöre Art & Weise; der Chor, der donnerstags probt; Good Vibes und Glücks-Chor unter der Leitung von Chor-Tausendsassa Max Weise

Freitag, 13. September, 19.00 Uhr, Sternenwelten – Einführung in die psychologische Astrologie. Dich selbst und andere besser verstehen. Vortrag und Präsentation im Conceptstore „Oh so pretty“, Kappellenstraße 3. Kostenlos. Anmeldung bis 10. September erbeten: anitaferraris@gmx.de

Samstag, 14. September, Ackerparty – Pop und Rock live

Sonntag 15.9.19, Sommerfest am Kalscheurer Weiher u.a. mit “Trio MiJo” (Balfolk-Musik aus Frankreich und der Bretagne), Puppentheater (um 15.00 Uhr), der TnT Brass Band (16.00 Uhr).

TnT, entstanden an Karneval 1986, sind inzwischen längst eine Kölner Institution. Bis zu 20 Musiker an Trompete, Saxofon, Posaune, Bass Drum, Snare, Congas, Perkussion, Tuba, eine vibrierende E Gitarre, eine Soul Stimme. Ein explosives Gemisch!

Sonntag, 22. September, 11.00 Uhr feierliche Einführung von Roman Michelfelder als Pfarrer der evangelischen Gemeinde Emmanuel in der Carl Jatho-Straße durch Superintendent Bernhard Seiger; beteiligt sind u.a. Pfarrer Michael Miehe aus Rodenkirchen, Philipp Cepl, Vorsitzender des Presbyteriums. Grußworte von Dr. Thomas Hübner und anderen. Musikalische Gestaltung: Kinder des Kindergartens, Kurrende, Rodenkirchener Kammerchor und Orchester unter der Leitung von Arndt M. Henzelmann und Cologne Concert Brass. Anschließend großes Gemeindefest.

Sonntag, 22. September 2019, Vernissage im Kirchenatelier Link, Rondorfer Hauptstraße, Heilige Geometrie – Heiliger Körper. Renate Bannas, Malerei und Objekte

Ausstellungseröffnung um 12.00 Uhr. Ausstellung vom  22.09. bis 27.10.2019

Sonntag, 22. September 2019 um 10:00 Kinderflohmarkt im Jugend- und Nachbarschaftshaus „Haus der Familie“ e.V. Rondorf , Reiherstraße 21, 50997 Köln. Telefon:02233-2010516 

Dienstag, 24. September 2019, 15.00 Uhr, Rondorfkonferenz. Neben einem allgemeinen Austausch werden u.a. die Ergebnisse der Sozialraumkonferenz besprochen. Zudem werden neue Projekte und Fördermöglichkeiten für Institutionen und Vereine vorgestellt.

Samstag, 28. September und Sonntag, 29. September,11.00 Uhr bis 18.00 Uhr Trödelmarkt im Weber-Hof, Kapellenstraße 6. Rund ein Dutzend Aussteller bieten bei Bier und Grill Günstiges und gut Erhaltenes an. Wer mitmachen will: Info unter 0162/ 3232 462

Sonntag, 29. September, ab 11.00 Uhr 4. Apfelfest des SC Rondorf 1912 e.V. auf der Platzanlage “Pastoratsstraße”. Es gibt nicht nur Apfelsaft, sondern auch zu “müffelen un zo drinke”.

Stadtbahn nach Rondorf: Wie geht es weiter?

Im Frühjahr 2020 erwartet die Stadt Köln den Start der detaillierten Planung des Trassenverlaufs der beschlossenen Verlängerung der Stadtbahn nach Rondorf. Derzeit läuft nach SÜDBLICK-Informationen eine europaweite Ausschreibung zur Beauftragung eines Generalplaners für diese komplexe und mit hohem Arbeitsumfang verbundene Aufgabe.

Parallel werden die erforderlichen Gutachterleistungen ausgeschrieben und beauftragt. Ab Frühjahr 2020 werden laut aktuellem Zeitplan im Rahmen der Vorplanung durch den Generalplaner alle Trassenvarianten erarbeitet, die die Festlegung des genauen Trassenverlaufs ermöglichen. Hierzu erfolgt eine enge Abstimmung mit der Planung des Neubaugebiets Rondorf Nordwest. Die Entscheidung über die finale Variante fällt der Rat der Stadt Köln. Dieser hatte mit Beschluss vom 27.September 2018 die Verwaltung mit der Planung der Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich beauftragt. Zu dem weiteren Verlauf des Bauprojektes sind u. a. eine Bürgerbeteiligung und Informationsveranstaltungen vorgesehen. 

Schon am 27. November 1992 hatte der Stadtentwicklungsausschuss des Kölner Rates beschlossen, dass die Verwaltung die Verlängerung der Nord-Süd-Bahn planen soll. Nun endlich werden die Pläne konkret. Die Stadtteile Rondorf und Meschenich werden derzeit nur durch Busse bedient.

Mit dem Bau der Nord-Süd Stadtbahn bis zur geplanten Stadtbahnhaltestelle Arnoldshöhe in Köln-Marienburg ergibt sich die Möglichkeit einer Weiterführung der Linie 5 durch den Äußeren Grüngürtel bis in die Stadtteile Rondorf und Meschenich. Damit können die Reisezeiten im Öffentlichen Personennahverkehr deutlich verkürzt werden, wodurch eine große Anzahl von Umsteigern zum ÖPNV und damit eine spürbare Entlastung für den Individualverkehr erwartet wird.

Nach Stand der Voruntersuchung wird die Stadtbahnanbindung Rondorf/Meschenich in zwei Bauabschnitte unterteilt. Der erste Bauabschnitt endet im nördlichen Bereich des Stadtteils Meschenich. In einem zweiten Bauabschnitt soll die Stadtbahn bis ans südwestliche Ortsende von Meschenich verlängert werden. Die Verwaltung hat bereits Voruntersuchungen zur Stadtbahnverlängerung bis nach Meschenich-Nord durchgeführt und unterschiedliche Varianten zur Trassenführung betrachtet, die sich insbesondere im Bereich zwischen dem Verteilerkreis Köln und der Bundesautobahn 4 (BAB 4) sowie im Bereich Rondorf unterscheiden.

So wurden bisher drei unterschiedliche Varianten der Querung des Verteilerkreises untersucht. Hierzu zählen eine Überführung, eine Unterführung und eine vom Verteilerkreis räumlich versetzte ebenerdige Führung der Trasse. Bei der versetzten Trassenführung verläuft die Stadtbahn künftig etwa 300 Meter westlich der BAB 555 durch das Landschafts- und Wasserschutzgebiet bis zur Querung der BAB 4. Bei den beiden anderen Varianten verläuft die Stadtbahn unmittelbar westlich der BAB 555 bis zum bestehenden Brückenbauwerk über die BAB 4 ebenfalls im Landschafts- und Wasserschutzgebiet. Im Anschluss daran ergibt sich aus den Planungen für die Siedlungserweiterung Rondorf Nord-West eine Trasse, welche bis zur Straße „Am Höfchen“ verläuft.

Innerhalb des Plangebietes wurden zwei Varianten zum weiteren Trassenverlauf untersucht: Eine Variante verläuft westlich des Stadtteils Rondorf bis zur Bödinger Straße und von dort bis nach Meschenich-Nord. Die andere Variante verläuft durch Rondorf, indem die Trasse südlich von Rondorf in Richtung Bödinger Straße verschwenkt und von dort bis nach Meschenich-Nord verläuft. Bei jeder möglichen Trassenführung der Stadtbahn werden die eventuell notwendigen Straßenumbauten ganzheitlich mitbetrachtet und sind integraler Bestandteil der Planung.

Der Baubeginn ist nach bisherigem Stand frühestens im Jahr 2024 möglich. Für die Stadtbahnanbindung einschließlich der erforderlichen Bauwerke zur Querung des Verteilerkreises und der BAB 4 sowie der Anpassung des Straßenraumes werden derzeit Gesamtbaukosten in Höhe von 113 Millionen Euro veranschlagt.

Meine Straße: Der Birkenweg.

Elegant und lässig. So schlängelt sich der Birkenweg am östlichen Ortsrand von Rondorf entlang. Er wurde im Lauf der Jahre immer länger. Irgendjemand hat genau nachgemessen: Heute sind es stolze 813 Meter. Dahinter sehr viel Grün: Felder und Wald. Und mitten in dieser äußerst gepflegten verkehrsberuhigten Straßenzeile hat auch Karl-Heinz Muhs seit 18 Jahren sein Domizil. Wie es sich dort lebt? Dem SÜDBLICK hat er seine Lieblingsstraße gezeigt.

Beruflich bedingt bin ich mit meiner Familie schon 1995 nach Rondorf gezogen. Alles war dort damals noch recht überschaubar. In der Landsberger Straße sind wir für eine Bleibe schnell fündig geworden. Die Nähe zum Arbeitsplatz, die Einkaufsmöglichen in und rund um Rondorf, Infrastruktur wie Kinderärzte, Grundschule und der Grüngürtel sowie ein Angelgewässer in der Nähe (die ehemalige Kiesgrube Thelen) waren überzeugende Argumente für Rondorf.

Schon damals tauchten Gerüchte auf: Eine Umgehungsstraße soll kommen. Sogar eine schnelle S-Bahntrassenführung von der City über Rondorf nach Meschenich wurde diskutiert. Dazu ein neuer Dorfmittelpunkt irgendwo gegenüber der Kiesgrube Thelen. Dies alles klang sehr verheißungsvoll für meine Ohren. Spätestens die Sportvereine in Rondorf bestärkten meine Familie darin, dass Rondorf im Kölner Süden die richtige Wahl ist. Irgendwann war ich nicht mehr nur mit meiner Frau verheiratet, sondern auch dem TuS Rondorf. Außerdem noch ein weiterer Pluspunkt: Irgendwie war man in Rondorf „auf dem Land“ aber doch in unmittelbarer City Nähe. Was gibt es Besseres?

Als im Jahr 2000 im Birkenweg ein Bauabschnitt mit mehreren Doppelhaushälften beworben wurde stand bald unser Entschluss fest, aus der Mietwohnung in eigene vier Wände zu ziehen. Ganz in der Nähe der Ecke Birkenweg/Am Höfchen fand sich für uns das richtige Plätzchen. Bereits in der Rohbauphase lernten wir hier unsere „alteingesessenen“ und neuen Nachbarn kennen und unsere Kinder hatten auf dem „Bauspielplatz Birkenweg“ jede Menge Spaß – über viele Jahre hinweg. 

2001 war es dann soweit. Im Oktober stand unser Häuschen als eines der ersten im Bauabschnitt. Fehlende Straßenverbindung und matschige Stichwege machten den Umzug zwar zu einem Outdoor-Abenteuer, das wurde aber durch hilfsbereite Nachbarn mehr als wettgemacht. In der Anfangszeit wurden noch zwei größere Birkenwegstraßenfeste organisiert. Dies reduzierte sich aber im Laufe der Zeit leider zu kleinen Stichwegfesten. Deshalb wäre es an der Zeit, jetzt mal wieder richtig gemeinsam miteinander zu feiern.

Auf Initiative der Neuanwohner wurde die Straße im Zuge der Kernsanierung zum Glück verkehrsberuhigt angelegt. Nirgends schneller als 30 km/h! Bei gefühlt hundert Kindern U6 ein richtiger Entschluss, auch wenn es fast bis zum Teenageralter dieser Kids dauerte, bis der Birkenweg (neuer Teil) endlich fertig gestellt war. Heute parken hier nicht mehr 100 Bobby Cars, sondern gefühlt 100 Zweit-, Dritt- und Viertfahrzeuge – Kids und Teens werden nun mal erwachsen und mobil. Und die Parkplatzsuche fördert auch die Kommunikation. In den fast 20 Jahren sind seitdem viele der Erstbewohner schon wieder weggezogen; dafür beleben die ersten neuen „Kurzen“ der nächsten Generation das Straßenbild – wunderbar. 

Der Birkenweg in Rondorf besteht inzwischen aus drei Teilstraßen; das merkt jeder, der mal von oder zur Autobahn über die Straße „Am Wasserwerk“ fahren will. Der Birkenweg ist „Anwohner frei“, jeder Abschnitt für sich! Gefühlt hält sich daran kein Mensch, und unseren verkehrsberuhigten Straßenabschnitt mit „Fußgängertempo“ erkennt man auch nur an den Verkehrsschildern. Gerade morgens und nachmittags ist hier richtig Rushhour mit Geschwindigkeiten teils knapp über 50 km/h.

Am Birkenweg gefällt mir persönlich, dass es hier ruhig ist – das richtige zum Entspannen nach Feierabend und am Wochenende. Überdies bin ich in drei Minuten im berühmten Grüngürtel. Und: wir leben auf einer Hallig; Hochwasser wie in anderen Straßen rauscht an uns vorbei. 

Was wird uns die Zukunft bringen? Wenn das neue Wohngebiet Rondorf Nord-West kommt, wird es bestimmt deutlich lebhafter am gemütlichen Birkenweg. Dann wiederum denke ich zurück an das Jahr 1995 und sage mir: Bei den bekannten Bau- und Erschließungsgeschwindigkeiten werden wohl noch ein bis zwei Generationen ins Land ziehen, bevor es soweit ist.

Auch im Nachhinein betrachtet war für meine Familie der Entschluss richtig, im Kölner Süden in Rondorf sesshaft zu werden und hier nicht nur zu wohnen, sondern auch zu leben. Und ich weiß, so sehen das auch die anderen „Birkeneinwohner“ so. Für mich sind sie ( fast )alle wie gute Freunde geworden.

Im nächsten SÜDBLICK sind wir zu Gast in der Habichtstraße. Wollen Sie uns Ihre Straße auch einmal ganz persönlich vorstellen? Welche Alltagserlebnisse verbinden sich damit? Zeigen Sie uns so die Vielfalt Ihres Wohngebietes! Schreiben Sie an: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln.

Einer von uns: Roman Michelfelder

Jugendarbeit, ein vorbildliches Musikangebot für Groß und Klein, neue Gesprächsformen – so will Pfarrer Roman Michelfelder die evangelische Kirchengemeinde Rondorf für alle Menschen unterschiedlicher Generationen und Herkunft in Rondorf noch weiter öffnen. Sein Angebot: »Ein für jeden offenes Haus mit Anspruch«. Am Sonntag, dem 22. September 2019, wird er nach zweijährigem Probedienst im Rahmen des Gemeindefestes feierlich in sein Amt eingeführt.

„Eigentlich war es so nicht geplant, dass ich einmal als Pfarrer hierher zurückkommen würde, wo ich aufgewachsen und zur Schule gegangen bin“, lacht Roman Michelfelder. Aber an die Zeit damals, als Rondorf noch ziemlich dörflich war, erinnert sich der heute 31jährige jederzeit gern, auch an seine Zeit als Jugendlicher beim SC Rondorf denkt er mit Freude zurück. 

Ursprünglich wollte er einmal Lehrer werden. Prägend für seine Entwicklung war für ihn der Zivildienst am St. Antonius Krankenhaus im Bayenthal. „Dort habe ich gelernt, wie wertvoll der Dienst für den Menschen ist. Das war einerseits manchmal durchaus anstrengend. Aber andererseits gab es mir auch sehr viel zurück!“ 

Es folgte ein Studium der Geschichte und Theologie in Tübingen, Zürich und Bonn. Nach dem ersten Theologischen Examen war er für ein Jahr Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Reformationsgeschichte und Kirchengeschichte der neueren Zeit an der Universität Bonn. Dass er sich schon früh für theologische Fragen interessierte, hat sehr viel mit seinem damaligen Pfarrer in Rondorf zu tun: Thomas Hübner, der in der Gemeinde mehr als 35 Jahre wirkte, ihn taufte, konfirmierte und auch traute. Und vor allem ermutigte er den Sohn eines Juristen und einer Lehrerin schließlich zur Ausbildung als Pfarrer. „Ich habe zunächst deshalb gezögert, weil dieser Beruf eine ganz besondere Lebensaufgabe ist, eine Berufung.“ erzählt Roman Michelfelder. Doch dann entschied er sich für diesen Weg – und ist dankbar für den Schritt, der ihn als Vikar zuerst nach Bad Honnef und an das Seminar der Evangelischen Kirche der Pfalz führte. 

Zwei Jahren absolvierte er danach auf Beschluss des örtlichen Presbyteriums in Rondorf seinen Probedienst für die rund 2400 Gemeindeglieder, die nicht nur aus Rondorf, sondern auch aus Immendorf und dem Hahnwald kommen. Der Kontakt zu Thomas Hübner, den als einen großen Theologen unserer Zeit und als „Glücksfall“ für die Gemeinde lobt, ist in dieser Zeit nicht abgerissen. „Wir telefonieren regelmäßig und ich gebe gerne zu, dass ich mir von ihm auch immer wieder so manchen guten Rat geholt habe“, sagt Roman Michelfelder. Er weiß aber auch: „Natürlich bin ich ein anderer Typ als er, habe meinen eigenen Stil. Es bringt Menschen ohnehin nicht weiter, sie immer nur miteinander zu vergleichen“.

In der Tat will „der Neue“ künftig verstärkt eigene Akzente setzen. „Es ist schön für mich, jetzt wiedermit Menschen zusammenzutreffen, die ich noch von früher her gut kenne und die für mich eine sehr persönliche Bedeutung haben. Aber ich merke und sehe auch, dass er Ort sich sehr verändert hat im Laufe der Jahrzehnte und nunmehr vor neuen großen Herausforderungen steht, was ich wiederum als positiv empfinde und als Chance sehe!“. 

Und schon ist der hochgewachsene Pfarrer mitten in seinen Zukunftsplänen. Das in der ganzen Region viel bewunderte Angebot der Musikschule Papageno, die beispielhafte musikalische Früherziehung, die Kurrende, der Kinderchor der Gemeinde, die für alle Kinder offen steht und die große Resonanz für den Rodenkirchener KammerChor und -Orchester, der wie andere Musikensembles im Ev. Gemeindezentrum seine Heimstätte gefunden hat, nennt er einen „Goldberg“, den es zu bewahren und zu mehren gelte.

„Mein Wunsch ist es, dass die Bevölkerung noch viel mehr von diesem kulturellen Reichtum 

Gebrauch macht. Jeder ist eingeladen, aktiv mitzumachen oder an unseren Konzerten teilzunehmen!“ Da sieht sich Roman Michelfelder übrigens auch durchaus selbst in der Pflicht. „Ich will mich künftig, wieder selbst mehr musikalisch beschäftigen und, wenn es die Zeit zulässt, im Chor singen“ sagt er. Ein Pfarrer sollte Freude am Singen haben!

Ein weiterer großer Schwerpunkt ist für ihn die Jugendarbeit. „Wir wollen Jugendliche mit den Themen ansprechen, die sie begeistern“, plant er. Da interessieren weder die Religion noch die Herkunft oder die soziale Situation. „Ich verstehe unser Gemeindezentrum als offenes Haus für jedermann!“. Neben dem regelmäßigen Jugendtreff am Mittwochabend sind ihm die mehrwöchigen Freizeitangebote ein großes Anliegen. So steht jetzt schon fest, dass es im kommenden Sommer von Ende Juni bis Mitte Juli für drei Wochen nach Splügen, in die Schweiz geht.

„Die vielfältigen verschiedenen Aufgaben eines Pfarrers lernt man erst wirklich in der Praxis“, ist die Vorläufige Bilanz von Roman Michelfelder nach zweijähriger Probezeit. Und die Erfahrung, dass die Menschen einem Pfarrer so viel persönliches Vertrauen entgegenbringen wie wohl keinem anderen Beruf. „Und deswegen ist es auch nur schwer möglich, eine scharfe Grenze zu ziehen zwischen dem Berufsleben und dem Privaten. Ich erlebe meinen Beruf als sehr sinnerfüllend. Und in jedem Gespräch lerne ich auch für mich wieder etwas Neues!“ Allerdings, fügt er hinzu: Dies alles gehe nur, wenn die Familie mitziehe. Und seine Familie weiß er hinter sich.

Am Sonntag, 22. September 2019 wird Roman Michelfelder um 11 Uhr von Superintendent Dr. Bernhard Seiger mit einem festlichen Gottesdienst in sein Amt als Pfarrer der evangelischen Gemeinde Rondorf in der Emmanuel Kirche eingeführt – anschließend wird auf dem Platz vor der Kirche an der Carl-Jatho-Straße gemeinsam groß gefeiert. 

Drei Wochen vorher hat auch die katholische Kirchengemeinde von Rondorf einen neuen Pfarrer bekommen. Da liegt die Frage nahe: Was würden Sie Ihrem katholischen Mitbruder gern als erstes sagen, wenn Sie ihn bei einem guten Glas Wein treffen? „Oh, in vielen Bereichen kann ich mir eine enge Zusammenarbeit sehr gut vorstellen. Vor allem würde ich gern anbieten, dass wir uns gegenseitig unterstützen!“ Sagt`s – und schaut noch schnell beim evangelischen Kindergarten gleich um die Ecke vorbei. Kontakt: roman.michelfelder@ekir.de

Baggern für Rondorfs Zukunft

Was ist denn da los? Rollen etwa schon die Bagger an? Neugierige SÜDBLICK-Leser verfolgen aufmerksam die Entwicklung auf dem Baugelände für Rondorf Nordwest. Während die Auswertungsergebnisse der Bürgerbeteiligung zu dem Großprojekt noch auf sich warten lassen, gehen die vorbereitenden Arbeiten voran. SÜDBLICK dokumentiert den aktuellen Stand der Dinge.

Was Sie auf diesen Fotos sehen können, sind archäologische Sondierungen in Vorbereitung auf das Neubaugebiet. Es ist bekannt, dass es dort römische bzw. sehr alte Siedlungen gibt. Mit diesen Grabungen und der angewendeten Technik werden 60 Prozent der Fläche erfasst. Vorab wurde bereits mittels alter Luftaufnahmen das Gebiet auf mögliche Bomben hin analysiert. Tatsächlich gibt es Siedlungs- und Straßenreste. Allerdings: Bislang wurde offenkundig kaum etwas Verwertbares gefunden, da es sich um ein leicht abschüssiges Gelände handelt und die Fundstücke sehr verstreut sind. Hinzu kommt, dass in früheren Zeiten viel tiefer gepflügt wurde als heute und folglich die Dinge verteilt worden sind. Die Bodensondierungen werden sehr frühzeitig durchgeführt, damit – falls es zu weiteren Ausgrabungen kommt – dadurch die Bautätigkeit für Rondorf Nordwest nicht verzögert wird. 

Oh happy day: Ein neuer Pfarrer für Heilige Drei Könige

Jasson Ramirez Cubillo wird der neue Leitende Pfarrer der Pfarrei Heilige Drei Könige Köln in Rondorf. Bevor er am Samstag, 31. August um 18.00 Uhr mit einem Gottesdienst von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine feierlich in sein Amt eingeführt wird, hat er dem SÜDBLICK noch schnell einen ganz persönlichen Fragebogen ausgefüllt – und seinen Lieblingswitz erzählt.

SÜDBLICK: Als Sie von Ihrem Ruf nach Rondorf hörten, haben Sie sofort ja gesagt?

Antwort: Ich hatte eine Woche Bedenkzeit, aber dies brauchte ich gar nicht. Meine Freude war gleich ziemlich groß. Und unser Kardinal hat auch schon die Ernennungsurkunde unterschrieben. 

SÜDBLICK: Sind Sie im Blick auf Ihre neuen Aufgaben aufgeregt? 

Antwort: Ich habe keine große Aufregung – Gott ist ja dabei! Ich erlebe diese neue Aufgabe beispielsweise wie einen Bezug eines neuen Hauses. Dort fällt sofort auf, dass ein wertvolles Bild ein bisschen schief hängt. Schon durch einen kleinen Ruck lässt sich jedoch das Bild gerade hängen und muss nicht gleich entsorgt werden. So verstehe ich meine Aufgabe als leitender Pfarrer: Zusammen mit der Gemeinde die konkrete Situation wahrzunehmen und auf Christus hin zu reagieren. 

SÜDBLICK: Und auf was freuen Sie sich am meisten?

Antwort: Auf die Gespräche mit den Gemeindemitgliedern. Gute Kommunikation, verlässliche Strukturen, enge wechselseitige Rücksprachen – das ist mir wichtig. Moderne Gemeindearbeit lebt vom ehrenamtlichen Engagement und vom Miteinander. Und das möchte ich gern bei unserem Pfarrfest am Samstag, 7. September mit allen feiern.

SÜDBLICK: Wissen Sie schon, was Sie in Ihrer ersten Predigt sagen werden?

Antwort: Gott ist treu! Das war das Thema meiner ersten Predigt überhaupt. Darauf will ich aufbauen.

SÜDBLICK: Haben Sie ein Lebensmotto?

Antwort: In meiner Heimat Costa Rica sagt man: Pura Vida! Das bedeutet etwa: Sei glücklich im Leben mit dem, was du hast. Genieße in Dankbarkeit – dann bist Du glücklich. 

SÜDBLICK: Gibt es ein bestimmtes Bild in Ihrem Arbeitszimmer? 

Antwort: Ja, ich zeige es Ihnen gern: Nach einer Wanderung in Mallorca stehe ich auf einem Berg im Sonnenuntergang – und springe vor Freude hoch, dem Licht entgegen. Licht bedeutet für mich Hoffnung, die größer ist als alle Sorgen.

SÜDBLICK: Wer hat die besseren Fußballer? Ihr Heimatland Costa Rica oder Köln?

Antwort: Oh, ich bin ein sehr treuer Fan des FC-Köln und gehe gerne und oft ins Stadion. Zuletzt habe ich mit den „Sternsingern“ den Verein besucht – und dann hat ja auch der Aufstieg geklappt. Aber international ist Real Madrid meine Nummer eins.

SÜDBLICK: Zu Köln gehört auch der Fastelovend. Wie verkleiden Sie sich? 

Antwort: Sehr gern komme ich als Caesar. Aber ich war auch schon einmal das Christkind.

SÜDBLICK: Erzählen Sie Ihren Lieblingswitz.

Antwort: Zwei ältere Pfarrer reden über den Zölibat. Sagt der eine: „Heutzutage gibt es viel Aufregung über die Abschaffung des Zölibats. Denkst du, wir werden die Abschaffung erleben?“ Meint der andere: „Weißt Du, das werden wir wohl nie erfahren!“. Daraufhin fügt er noch hinzu: „Aber unsere Kinder schon!“ 

SÜDBLICK: Haben Sie auch Hobbies?

Antwort: Ich bin dabei, Golfen zu lernen – und würde gern öfter mit dem Motorboot übers offene Meer fahren, aber das ist in Köln leider schwierig.

SÜDBLICK: Wenn Sie mit Ihrem evangelischen Amtsbruder Roman Michelfelder demnächst vielleicht ein Glas Wein trinken, was würden Sie ihm gerne sagen? 

Antwort: Ich freue mich schon auf unsere gemeinsame Zusammenarbeit, die sicherlich einfach und gut werden wird. Ein Glas eines guten Weines werde ich dabei nicht ablehnen.

SÜDBLICK: Sie haben einmal erzählt: „Als Jugendlicher hatte ich eine sehr materialistische Vorstellung vom Leben. Ich wollte einen guten Beruf erlernen und Geld machen.“ Was wären Sie geworden, wenn nicht Pfarrer?

Antwort: Mit 17 Jahren machte ich das Abitur. Zuerst studierte ich ein Jahr alles für den Beruf als Krankenpfleger. Dann aber änderte ich meine Meinung und studierte ein Jahr Medizin mit dem Ziel, Arzt zu werden. Mit dem Entschluss, dann in ein Priesterseminar zu gehen, änderte sich jedoch alles – für mich war es gut so.

SÜDBLICK: Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?

Antwort: Alle, weil Gott alles verzeiht – wenn man bereit ist, zu erkennen, was man falsch gemacht hat.

SÜDBLICK: Wie lautet Ihre Lieblingsstelle aus der Bibel?

Antwort: Johannes 13,34-35: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.

SÜDBLICK: Ein Pfarrer sollte auch singen können. Gibt es ein Lieblingslied?

Antwort: Oh happy day! Es ist mir eine große Freude, dass der Jugendchor St. Stephan, mit dem ich so viel Schönes erlebt habe, zu meiner Einführung nach Rondorf kommt und wir dann gemeinsam mit der ganzen Gemeinde diesen wunderbaren Gospelsong singen.

SÜDBLICK: Beschreiben Sie Ihren Hauptcharakterzug.

Antwort: Spontan, offen – aber auch ernst.

SÜDBLICK: Worüber können Sie lachen?

Antwort: Manchmal über mich selbst. Wenn ich zum Beispiel denke: Ich bin eigentlich gar kein Hochwürden, sondern eher ein Kleinwürden – weil ich ja nur 1,64 Meter groß bin.

SÜDBLICK: Was schätzen Sie bei Ihren Freunden am meisten?

Antwort: Ehrlichkeit und Treue!

SÜDBLICK: Und können Sie auch ganz privat feiern?

Antwort: Natürlich! Pura Vida eben! Ich habe viel Spaß am Leben und zeige das auch nach außen.

SÜDBLICK: Ihre größte Schwäche?

Antwort: Ich liebe Ordnung. Ich kann nicht ins Bett gehen, bevor nicht mein Schreibtisch komplett aufgeräumt ist und alle Tagesvorgänge erledigt sind.

SÜDBLICK: Am 4. Oktober 2001 sind Sie ins Erzbischöfliche Missionarische Priesterseminar „Redemptorist Mater Köln” eingetreten. Sie haben offen berichtet, die erste Zeit war sehr schwierig, sie waren oft traurig. Was war Ihr größtes Problem?

Antwort: Als ich am 4. Oktober 2001 um 12.30 Uhr erstmals in Köln gelandet bin, verstand ich kein Wort Deutsch. Und den Kölner Dialekt noch weniger. Auch die neue Kultur und neue Umgebung waren mir zu Beginn noch sehr fremd. Manchmal musste ich weinen. Dann bin ich in die Kapelle gegangen und habe gebetet: „Herr, Du musst mir jetzt helfen!“ Und ER hat mir damals geholfen und immer wieder.

SÜDBLICK: Inzwischen sagen Sie: „Heute bin ich sicher, dass hier der beste Ort der Welt für mich ist“. 

Warum? 

Antwort: Ganz einfach: Costa Rica ist meine Heimat – aber Köln mein zuhause, wohin ich immer wieder gern zurückkomme, weil hier der Ort ist, den Gott für mich vorgesehen hat.

SÜDBLICK: Jetzt habe ich ganz vergessen zu fragen: Wie darf ich Sie ansprechen? 

Antwort: Herr Pfarrer Ramirez Cubillo. Das sind die Familiennamen meiner lieben Eltern. Aber die Kinder dürfen auch ganz einfach „Jasson“ rufen! 

SÜDBLICK: Willkommen am besten Ort der Welt!

Auf nach Afrika: Rondorferin fährt spektakuläre Charity -Rallye

Aufrütteln will Kathrin Treutinger. Schon viermal war die junge sportliche Frau in Westafrika unterwegs. Und jedes Mal ist sie von dem schwarzen Kontinent mehr begeistert: „Ich bin immer wieder aufs Neue total fasziniert. Ich habe dort einerseits die bittere Armut gesehen, aber auch die Aufbruchsstimmung etwa in der Startup-Szene in der ich auch selber aktiv bin. Den Menschen dort beim Aufbau nachhaltig zu helfen ist mir wichtig“ erzählt sie im SÜDBLICK-Gespräch von der bevorstehenden Tour, die ihr bislang größtes Abenteuer ist.

Wie sie auf die Idee kam? „Durch die Afrika Tage in der Katholischen Kirchengemeinde in Rondorf kannte ich schon lange den Orden der Amigonianer, die an der Elfenbeinküste ein Straßenkinderprojekt gestartet haben. Das Projekt habe ich bei meiner ersten Reise nach Afrika zwei Monate lang besucht und danach hat mich der Kontinent nicht mehr losgelassen.“ 

Das besondere an der bevorstehenden Aktion: Alle teilnehmenden Teams verpflichten sich, ihr Auto bei Ankunft zu spenden. Es wird in einer öffentlichen Auktion versteigert und der Erlös geht an die Projekte der Wohltätigkeitsorganisation Breitengrad e.V. Durchschnittlich kommen so pro Rallye 70.000 bis 90.000 Euro zusammen. Der Clou dabei, die gebrauchten Rallyeautos erzielen hier oft noch höhere Preise als in Europa, da die Fahrzeuge aus Deutschland sehr beliebt sind und sie vor Ort noch lange als Transportmittel dienen können.

Sorgen, dass etwas schief gehen könnte, hat die Betriebswirtschaftlerin nicht. „Ich habe großes Vertrauen, dass alles klappt, zumal ich früher schon zweimal Startup-Bustouren durch Westafrika organisiert habe“. Momentan laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Das Auto wird für die Rallye nochmal extra durchgecheckt und mit notwendigem Sonderequipment wie z.B. einem Unterbodenschutz ausgestattet.

Von Deutschland geht es zunächst über Belgien, Frankreich, Spanien bis Gibraltar. Nach der Überfahrt folgen die Etappen von Marokko bis Ad Dakhla in der West Sahara. Ab hier geht es im Konvoi weiter durch die Dünen der Sahara. Mauretanien und der Senegal werden durchquert bis zum Zielort Banjul in Gambia, wo Kathrin am 28. November ankommen will. Der Projektname steht bereits: „Gerbil-Team“ heißt die heiße Wüstenmission. Ihre Begründung für den Namen: „Gerbil ist das englische Wort für Wüstenrennmaus. Schon während meiner Schulzeit habe ich diese Mäuse immer als meine Haustiere geliebt. Und da ein großer Teil der Rallye in der Wüste stattfindet, finde ich den Namen sehr passend“.

Sogar ihr Auto, auf das es entscheidend ankommt, ist bereits getauft: Bento, benannt nach einer früheren Lieblingsrennmaus, die ebenfalls wie das Auto schwarz ist. Was sie an der Benefiztour besonders herausfordert? „Es ist wohl die Kombination aus Autofahren, Afrika und Abenteuer, die mich reizt“, erzählt sie gut gelaunt. Das Geld, welches durch die Versteigerung des schwarzen Rallyeautos eingenommen wird, fließt am Zielort in ein Projekt, das der jungen Frau ganz besonders am Herzen liegt: Der Sukuta Womensgarden ist eine Kooperation, in der Frauen Gemüse anbauen, welches sie später auf dem Markt verkaufen. Dies ermöglicht den Frauen ein eigenes Einkommen und trägt zum Unterhalt der kinderreichen Familien entscheidend bei. „Gerade Frauen eine eigene wirtschaftliche Perspektive zu ermöglichen, ist mir wichtig!“, betont Kathrin. 

Um die Charity-Aktion zu realisieren, benötigt die gebürtige Rondorferin jetzt noch jede Menge Unterstützer, welche dabei helfen, das Auto zu finanzieren oder Hilfsgüter und Materialien für die Rallye spenden. Alle Unterstützer werden, sofern gewünscht, öffentlich auf ihrer Website genannt. Jedem gespendeten Euro (auch in Materialien) wird als besonderes Dankeschön ein Kilometer der Marathonstrecke mit Namen gewidmet.

Wenn alles klappt, Auto und Fahrerin Ende November in Banjul gut ankommen, ist die Mission geglückt. Und dann wird Kathrin im SÜDBLICK über ihre Erfahrungen bei der außergewöhnliche Charity-Rallye berichten. Wer Kathrin Treutinger unterstützen will: kathrin@gerbil-team.eu

www.gerbil-team.eu

Party in allen Straßen – Danke, Sommer 2019!

Was für tolle Wochen liegen hinter uns! Heißer geht es kaum – und manchmal, liebe Sonne, wäre etwas weniger durchaus mehr gewesen. SÜDBLICK-Leser Manfred Hensel schickt Ihnen allen als Erinnerung an den Super-Sommer 2019 noch einmal einen traumhaften Blick über die wunderschönen Klatschmohn-Felder zwischen Rondorf und Immendorf. Und was war für SIE der schönste Moment? Die beste Party? Vor allem die vielen Straßenfeste in unserem Veedel sorgten überall für Top-Stimmung. 

Die Anwohner des Heidekauls feierten bereits zum 39. Mal zusammen nach dem Motto “Dabei sein statt nur wohnen”. Hoch her ging es bei der insgesamt 15. Fete am Merlinweg anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Bauabschnitts am Wendehammer – für magische Momente sorgte der Live-Auftritt von “Merlin’s Way”, die hier vor zehn Jahren bei einem Nachbarschaftstreffen gegründet wurden. Für die Anwohner Am Rodderpfädchen und Am Höfchen war es eine Premiere. Hier sorgte Entertainer Jörg mit kölscher Livemusik für ausgelassene Unterhaltung und TV-Koch Mario Kotaska brutzelte am heißen Grill bis drei Uhr morgens.

Beste Laune herrschte auch bei der „Helfer-Party“ der Dorfgemeinschaft: Einmal im Jahr werden alle Bürgerinnen und Bürger, die die vielfältigen Aktivitäten der Dorfgemeinschaft ehrenamtlich unterstützen und sich für die zahlreichen Projekte engagieren, zu einem fröhlichen „Dankeschön“ eingeladen. Vorsitzender Berno Huber: „Dass unser Veedel so ein gutes Miteinander hat, liegt an den vielen helfenden Händen, die immer dort bereitwillig mit anpacken, wo sie gebraucht werden. Von diesem Gemeinsinn lebt unser Wohngebiet!“

Noch ist die sonnige Zeit der Open-Air- Partys ja nicht vorbei. Wo und wie feiern SIE mit Ihren Nachbarn und Freunden? Schreiben Sie gerne mit Foto an: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln  oder 

posten Sie es in unsere Facebook-Gruppe. 

Rondorf rockt – Ackerparty lockt

Mit vielen Newcomer Bands, aber auch etlichen schon etablierten Namen startet am Samstag, 14. September die Ackerparty, das größte Jugend-Rockfestival im Kölner Süden: Ab 15.00 Uhr ist es wieder soweit. Das schon legendäre Musikevent auf der Wiese an der Kapellenstraße/Talstraße hinter dem Kirmesplatz findet bereits zum 14. Male statt. Die Open-Air-Party lockt bei freiem Eintritt mit vielen stimmungsvollen Livebands sowie günstigen Speisen & Getränken! 

MEHR DAZU

Wechselseitig treten im halbstündigen Takt auf den beiden Bühnen von 15 Uhr bis 22 Uhr die nominierten Bands auf. Den Auftakt machen Music Devils und Can’t Stop, zwei Bands der Musikschule Xylophon. Ihre musikalische Bandbreite reicht von Klassikern wie „Time“ von  Pink Floyd bis „Cake by the Ocean“ von DNCE. Mit dabei sind ferner  u.a. Black Candy Rose, eine Mädchen-Coverband. Zu ihrem Rockrepertoire zählen Klassiker sowie auch moderne Songs von Bands wie Deep Purple, AC/DC, Bon Jovi oder auch The White Stripes. „Gotama“ ist eine ganz neue Band aus Rondorf, die mit schönen Popklassikern und eigenen Liedern u.a. beim Tag der Jugend am 30. Juni 2019 auf dem Maternusplatz viel Beifall erhielt.

Rules of this Game bieten einen überwältigenden Sound und eine Performance, die hängen bleibt. Alessa und Joe verbinden Alternative Rock, Electro Pop, Dance, Hip Hop und Pop Punk mit vielschichtigen Texten in englischer Sprache. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „Electrative Rock“. Euphorie und Melancholie liegen dabei oft nah beieinander, denn mal gewinnt man, mal verliert man – das sind die Spielregeln! Nur ein Jahr nach Gründung 2018 können sie bereits auf rund 40 gespielte Konzerte und den Sieg des ersten Preises beim Waldenrather Bandcontest zurückblicken. Für 2019 stehen 60 Konzerte in ganz Deutschland und diverse Veröffentlichungen an.

Far from Akhaia: Vier Jungs aus Köln hauen dem Publikum progressiven Rock um die Ohren. Komplettiert wird die Band durch Nikos, Sänger und Front man aus Griechenland, der mit seiner markanten Stimme und tiefgründigen Texten dem Ganzen das “gewisse Etwas” verleiht. GoBack will “go back to the roots of rock & pop, also zurück zu den Wurzeln des Rock & Pop”, das bedeutet sehr bekannte Hits von Gruppen aus den 60er bis 90`er Jahre von Gruppen wie z.B. Santana, Eric Clapton, Eagles, Dire Straights, Toto, Guns N Roses, Deep Purple, Gary Moore, CCR, AC/DC. Sie wollen deren Hits nicht nur in ihrer ursprünglichen Form “am Leben erhalten”, sondern durch moderne Arrangements eine neue Form geben, ohne dass sie ihren alten Charme verliert.

Blackojano ist Rap pur aus Rondorf: Halican Halil aka. Blackojano ist spätestens seit der letzten Ackerparty ein Begriff. Das Rappen begleitet den 22-jährigen Blackojano bereits seiner Kindheit: Mit zehn Jahren hat er angefangen – mit zwölf seinen ersten Song geschrieben. Für seine Zukunft als Rapper hat er große Ziele: „Ein Studio, Alben rausbringen und große Auftritte in ganz Deutschland. Und ich will auf jeden Fall in die Charts!“ Sein musikalisches Vorbild ist der Berliner Rapper „Capital Bra“, der neben Straßenrap auch poppige Lieder produziert. Blackojano selbst rappt ebenfalls auf Deutsch, möchte seine Songs jedoch keinem speziellen Genre zuordnen. Durch seine Musik drückt er vor allem seine Geschichte und seine Gedanken aus – auf der Ackerparty wird er über „Krieg“ rappen. 

Klöbner: Bei ihnen geht es nicht um radiotaugliche Begleitmusik zum Biertrinken, hier kommt vor allem der musik-interessierte Zuhörer auf seine Kosten. Die fünf banderfahrenen Musiker bringen eine Mischung aus verschiedenen Rock-Genres hervor. Mal rockiger, mal poppiger und hier und da gibt es Einflüsse aus Blues und Funk. Dabei legen die Musiker stets großen Wert auf Dynamik und Transparenz bei Sound und Text. Denn hier werden Geschichten erzählt von Helden, Versagern, Entdeckern, Raffzähnen, Aussteigern und sonstigen Typen, die man so beobachten kann. Die Texte und Melodien sind eingängig, im Trend der Mitsingkonzerte. Aktuell hat „Klöbner“ eine CD mit 14 Songs produziert. Das Album heißt „weiter & weg“ und wurde von Dago Willms produziert.

Coldstack sind sieben Musiker aus dem „Köln-Bonner Raum“, welche seit 2008 auf großen und kleinen Bühnen in NRW Stücke der letzten 60 Jahre aus Rock, Pop und den Charts rocken. Ihre verschiedenen Geschmäcker führen zu einer bunten, gemeinsamen Stil- und Titel-Mixtur: Coldplay, Red Hot Chili Peppers, TOTO, Kings of Leon und Mando Diao sind genauso dabei wie Jamiroquai´s Funk, Buddy Holly´s Rock´n Roll, Santana´s Latin-Rock, ZZ Top´s “Altherren-Rock”, die telegene Blues-Coolness der Blues Brothers und vieles mehr.

Merlin’s Way spielen ab 21.00 Uhr auf Bühne 1. In der Kölner Szene längst etabliert nach zahlreichen Festivalerfolgen und viel gefeierten Events ist die Straßenband immer noch mit Rondorf fest verwurzelt. „Merlin’s Way“ holt mit viel Spaß und Energie Songs aus unterschiedlichsten Stilrichtungen und Zeiten auf die Bühne, etwa Pink Floyd, Yes, Supertramp, Manfred Mann’s Earth Band, Toto, Sting, Simply Red ….

Es gibt auf der Ackerparty außerdem ein Musikzelt, in dem  Kinder und Jugendliche auf E-Gitarren und E-Schlagzeug unter Anleitung probemusizieren können. Die Pänz können sich schminken lassen oder auf der Hüpfburg austoben, während Jung und Alt brandneuen Songs lauscht oder zu den Klassikern aus Pop und Rock mitsingt. 

Der Eintritt für die Ackerparty ist gratis, und auch die Speisen, von Softdrinks und Kölsch über Kuchen bis hin zu griechisch, asiatisch und vegetarisch, werden zu fairen Preisen angeboten und kommen ausschließlich von Spenden und Restaurants aus dem Kölner Süden.

2006 hatte der Verein „Haus der Familie“ mit Unterstützung der Bezirksjugendhilfe die „Ackerparty“ ins Leben gerufen. Inzwischen zieht das Megaevent immer mehr Besucher aus dem gesamten Umland nach Rondorf. Namhafte Sponsoren, voran die Bezirksvertretung Rodenkirchen, haben mit großzügiger Unterstützung die diesjährige Ackerparty überhaupt erst ermöglicht. Danke auch an die Volksbank Köln Bonn, die Bauunternehmung PM und alle anderen Unterstützer. Die größte Rockparty im Kölner Süden kann kommen! Rocken Sie mit!

Mehr unter www.ackerparty.rondorf.org