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Machen Sie mit: Jetzt kostenlos E-Auto testen

Sie wollen kostenlos ein umweltfreundliches „Elektro-Auto“ testen? Einige Leser/innen des SÜDBLICK erhalten jetzt die Chance, 24 Stunden lang den Renault ZEO oder den smart EQ zu testen. Und welche Erfahrungen haben E-Autobesitzer in unserem Veedel bereits mit dem neuen Fahrgefühl gemacht? Wir haben uns umgehört. 

Bis zum Jahr 2025 könnte es nach Prognosen in Köln bis zu 50.000 E-Autos geben. Noch sind sie auf unseren Straßen eher die Ausnahme. Aber vielleicht wollen Sie die Zukunft selbst einmal ausprobieren?  SÜDBLICK-Leser/innen können demnächst kostenlos ein E-Auto  einen ganzen Tag lang bei einer Probefahrt kennen lernen: Den smart EQ oder den Renault ZEO. So geht es: Sie sind bereits als Leser/in des SÜDBLICK angemeldet und  schreiben uns hinterher einen kurzen persönlichen Erfahrungsbericht mit ihren Eindrücken. Wenn Sie daran Interesse haben, schicken Sie uns bis Mitte Februar eine email mit ihrem Wunschmodell an: newsletter@dorfgemeinschaft.koeln.  Jeweils drei Bewerber bekommen dann die Chance, dieses E-Auto einen ganzen Tag lang zu testen. Sie hören rechtzeitig von uns! 

SÜDBLICK  hat einige Besitzer eines E-Autos in unserm Viertel nach ihren bisherigen Erfahrungen und Einschätzungen gefragt. Hier ihre Meinungen:

Wolfgang Gaber, selbständig mit seiner Firma WSG Design, hat sich im August dieses Jahres für einen Hyundai Ioniq entschieden; für Kundenbesuche und private Fahrten reicht ihm die Reichweite von 185 Kilometern pro Tank im Winter und 230 Kilometern im Sommer vollkommen aus. Sein erstes Fazit: „ Wer einmal ein solches Elektroauto gefahren hat, ist restlos begeistert. Es  hat alles, was man sich nur wünschen kann“. Für ihn waren es nicht primär Umweltgründe, sondern der Wunsch, einmal etwas Neues auszuprobieren: „Da bin ich einfach ins kalte Wasser gesprungen“. Leistung und Fahrdynamik haben ihn bisher voll überzeugt. Und ebenso, dass er nach nur sechs Wochen Wartezeit sein Wunschauto bereits abholen konnte. Thema Kosten: Die bisher gefahrenen 7000 Kilometer haben ihn ganze 50 Euro gekostet. Getankt wird über Nacht an  der normalen Steckdose zuhause und an Öffentlichen Ladesäulen wie Aldi Sürth, Kaufland, Ikea Godorf  umsonst oder Esso Tankstelle Hönnigerweg in 23 Minuten voll  mit der Meingauladekarte  “Einfach Strom tanken” als Maingau Kunde 0,15 Euro pro kw zirka 3,- Euro im Moment noch 1,80 Euro.Gerne bin ich bereit, bei Interesse diverse Fragen über E- Mobilität persönlich zu beantworten und  mal eine Probefahrt zu machen!

Dominik Straub, Chef der Drei-Königen-Apotheke, hat sich im Herbst einen E-Golf gekauft. Wesentliches Motiv für diesen Schritt war für ihn die leidige Diesel-Debatte. Das Angebot der „Umweltprämie“ hat ihm seine Kaufentscheidung maßgeblich erleichtert. Sein bisheriges Urteil: „Ein Superfahrzeug, diese Entscheidung bereue ich nicht!“ Was ihm auffällt: „Ein E-Auto fährt so angenehm leise, macht keinerlei Motorgeräusche, dass man im Straßenverkehr schon fast gar nicht mehr bemerkt wird!“. Aber: „Die Reichweite von derzeit 300 Kilometern ist zwar für meine Zwecke ausreichend, sollte jedoch langfristig erhöht werden.“ Für größere Strecken stellt ihm VW kostenlos einen Leihwagen zur Verfügung. Getankt wird nachts bequem an der privaten Steckdose, aber nur etwa alle vier bis fünf Tage. „Und wenn ich dann per app wenige Minuten vor dem Start die gewünschte Temperatur einstelle, ist der Wagen beim Einsteigen immer schon angenehm warm“.

Größter Nervfaktor: Die verschiedenen Betreiber von  E-Tankstellen arbeiten mit unterschiedlichsten Systemen. So müsse man sich mit fünf verschiedenen apps immer die passende Station mühevoll suchen. Auch bei den Zahlungsmodellen ist für ihn eine Vereinheitlichung dringlich.

Stefan Klug, Geschäftsführer bei einem internationale Immobilienfonds, fährt seit September „mit großer Freude“ sein erstes Elektro-Auto, Modell Tesla S 75 D. Sein Gesamturteil: „Technisch faszinierend. Ermöglicht sportliches wie entspanntes Fahren!“ In kurzer Zeit hat er schon mehr als 5000 Kilometer hingelegt, weil er auch auf größeren Entfernungen viel mit dem PKW unterwegs ist: Regelmäßig etwa von Köln nach Brüssel und quer durch Deutschland. Im Schnitt reicht eine Batterieladung für 340 Kilometer. Dabei gibt es nach seinen Erfahrungen mit dem Tanken kein Problem, da Tesla  Ladepunkte bereits über ganz Europa gut verteilt hat. Und zuhause wird an einem Starkstromanschluss ( ähnlich einem Elektroherdanschluss) zügig aufgeladen. Seine Solaranlage auf dem Dach produziert mehr Strom als der Tesla verbraucht und soll nach Ablauf des Energieeinspeisevertrags mit dem Stromversorger als „Tankstelle“ genutzt werden. Dennoch hat er sich die Entscheidung angesichts der relativ hohen Kaufpreise für E-Autos gründlich überlegt und erst einmal genauer gerechnet. Sein Ergebnis: Auf Dauer ist diese Anschaffung durchaus konkurrenzfähig, weil z.B. die KfZ-Steuer für die ersten zehn Jahre entfällt, die Versicherung günstiger ist und der „Spritpreis“ für hundert Kilometer bei nur fünf Euro liegt. Sein Appell vor allem an die Kommunen: Wir brauchen mehr öffentliche Schnelladestationen, wo man in 15 Minuten  auftanken kann; Wartezeiten von zwei bis drei Stunden sind deutlich zu lange!“.

Andreas Hoof, kaufmännischer Angestellter, ist seit drei Jahren mit einem einen KIA Soul unterwegs; weil er kein Risiko eingehen wollte, ist er auch im E-Zeitalter seiner bisherigen Automarke treu geblieben. Für seine Entscheidung nennt er drei klare Gründe: Die Umwelt, Nachhaltigkeit, die Kosten. „Auch wenn die Anschaffung erst einmal etwas teurer ist, auf lange Sicht ist ein E-Auto wesentlich günstiger“, so seine Erfahrung. Hundert Kilometer kosten ihn demnach vier Euro. Genutzt wird sein Wagen zu rund 90 Prozent innerhalb des Raumes Köln für Einkäufe, Besuche, Konzerte. Dafür ist ihm die Reichweite von 170 Kilometern völlig ausreichend. Deshalb  sein Urteil: „Ich möchte kein anderes Auto mehr haben, auch wenn der Kofferraum etwas klein ist“. Dafür überzeugen ihn nicht zuletzt das Preis-Leistungsverhältnis, Service, Design, die Fahrqualitäten sowie eine Sieben-Jahres-Garantie. Für den „durchschnittlichen Autofahrer“, so seine Beobachtung, ist dieses E-Auto „völlig ausreichend, viel Auto für geringes Geld“. Zum Aufladen hat er sich in seine Garage eine Wallbox eingebaut: Sie lädt effektiv in kurzer Zeit. Was er sich wünscht: Ladestationen auf allen öffentlichen Parkplätzen – und dass es auch in Rondorf möglichst bald eine „Stromtankstelle“ gibt.

Walter Hüsch, Unternehmer Sanitär und Heizung, besitzt seit  September 2017 einen E-smart. Hauptmotiv war, „den immer höheren Spritpreisen zu entkommen“. Seine Erfahrungen: „Als Zweitwagen ideal für Stadtverkehr oder kurze Strecken und für diese Zwecke viel angenehmer als eine große Kiste“. Allerdings ist die Reichweite im Winter auf etwa 90 Kilometer, im Sommer auf rund 120 Kilometer beschränkt. Dass E-Autos so leise sind, empfindet er einerseits als höchst angenehm, aber andererseits sei auch die Unfallgefahr groß, wenn jemand das Auto nicht hört. Deshalb begrüsst er, dass in E-Autos gewisse Geräuschelemente eingebaut werden. Oben auf seiner  Wunschliste: Mehr öffentliche Schnelladestationen, denn vor allem für Mehrfamilienhäuser ohne private „E-Tankstelle“ per Steckdose ist das „ ein Riesenproblem“. Und außerdem: „Wir brauchen die Entwicklung besserer Batterien, denn die Herstellung und Entsorgung der jetzigen Autobatterien ist unter ökologischen Gesichtspunkten höchst schädlich“.

Der für Zentral- und Osteuropa verantwortliche Geschäftsführer eines internationalen Herstellers von Aromen- und Parfümeriekompositionen fährt seit vier Jahren einen Tesla Model S und gehört damit zu dessen ersten Nutzern in Deutschland überhaupt. Sein Hauptmotiv:„ Ich will bewusst ein Zeichen setzen für Nachhaltigkeit und sparsamen Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen. Mir geht es um eine gesamtgesellschaftliche Veränderung, deshalb sollten wir die Zukunft der Mobilität gemeinsam neu denken“. Über seine Entscheidung ist der Geschäftsführer beim Weltmarktführer für natürliche Riechstoffe, der seinen Tesla über die Firmeneigene Photovoltaikanlage lädt,  „in jeder Form zufrieden“. Das Fahren empfindet er als betont entspannt und ruhig, das Auto hat alle Features, die ihm wichtig sind. Ist sein E-Auto auch kostengünstig? „Eindeutig ja“ sagt er: Der Wagen, den er dienstlich wie privat nutzt – Reichweite bis 400 Kilometer –  war seit vier Jahren nicht einmal in der Werkstatt, die laufenden Kosten für Instandhaltung und Verbrauch sind aus seiner Sicht mit vergleichbaren Automodellen nachhaltiger und damit günstiger. Was er sich vor allem wünscht: gesamtgesellschaftlicher- und verantwortungsvoller Übergang zu nachhaltigen- und innovativen, erneuerbaren Produkten. Und im Falle der Elektromobilität u.a. flächendeckende Ladepunkte bei Unternehmen, Einkaufszentren, Schulen, Bahnhöfen, Krankenhäusern, Post etc. – aus erneuerbaren Energiequellen.

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