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Flüchtlingsstudie: Positive Stimmung in Rondorf

In unserem Wohnbezirk  ist die Haltung gegenüber Flüchtlingen äußerst positiv. In einer  vergleichenden Studie der Universität Köln  an mehreren Standorten im Bundesgebiet bekundeten die Befragten in Rondorf zu 84 Prozent eine positive Haltung, das ist der höchste zustimmende Wert, der gemessen wurde.

Was denken Anwohner über Flüchtlinge, was für Ängste bewegen sie? Das untersuchten Forscher des Instituts für Soziologie und Sozialpsychologie der Universität Köln. In differenzierten Studien verglichen sie je zwei Standorte in Köln, Mülheim an der Ruhr und Hamburg in zwei Wellen 2016/2017 und 2018. Ergebnis der 2.200 Befragungen: „Die Einstellungen gegenüber Flüchtlingen sind sehr differenziert und überwiegend positiv, Flüchtlingsunterkünfte im eigenen Wohngebiet werden von der Mehrzahl der Anwohner angenommen“, so Professor Jürgen Friedrichs.  Zunächst hatte sein Team angenommen, dass Bürger vor der eigenen Haustür eher keine solche Unterkunft akzeptieren. „Das trifft nicht zu“, so Professor Friedrichs. Grundsätzlich zeige sich, dass sich durch Kontakte und persönliche Erfahrungen die Akzeptanz deutlich verstärkte oder Befürchtungen nicht eintraten.

Insgesamt empfinden laut dieser Studie knapp die Hälfte der Befragten Mitgefühl für Flüchtlinge in Deutschland und weitere 26,5 Prozent sehen sie positiv. 5,1 Prozent gaben an, dass sie ihnen negativ gegenüberstünden. Zehn  Prozent finden, dass zu viele Migranten aufgenommen wurden und weitere 12,1 Prozent fordern eine Zuzugskontrolle. In Köln-Rondorf, einem der sechs Schwerpunkte der Untersuchung, bekundeten die Befragten zu 84 Prozent eine  positive Haltung. Damit erreichte dieser Kölner Stadtteil einen Spitzenwert. 

Die Forscher ergründeten auch sich entwickelnde Ängste. Die in Köln Befragten  fürchten besonders die Zunahme der Konkurrenz auf dem Wohnungsmarkt; dieser Wert stieg in dem Untersuchungszeitraum von 70 auf 78,6 Prozent. 

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